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08.02.2012: Neue Ausstellung im GEHAG Forum mit skulpturalen „Flugobjekten“ und Werken der Malerei

16. Februar – 03. April 2012, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, 15. Februar 2012 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Christoph Tannert
Geschäftsführer des Künstlerhauses Bethanien


Berlin, 8. Februar 2012. Die kommende Ausstellung des GEHAG Forums stellt die Werke von vier sehr unterschiedlich arbeitenden Künstlern und Künstlerinnen vor.

Die Bilder von David Gessert wirken wie Paukenschläge. Schrill, bunt und expressiv verarbeitet er in seinen meist großformatigen Gemälden die Einflüsse, denen Menschen in Großstädten ausgesetzt sind. Träume, Ängste, Lebensfreude, Ekstase beherrschen hier unentschlüsselbar ineinander verwoben die Lebensbühne. Clowns, Comicfiguren, animalische Wesen und Menschen, die mitunter das Antlitz des Künstlers tragen, sind Spielfiguren in diesem chaotischen Durcheinander. Wer hier als Akteur und wer als Marionette fungiert, ist nicht auszumachen. Aus dem unübersichtlichen Bildgeschehen schillern Ornamente, Flaggen und Embleme durch. Entsprechend variationsreich ist Gesserts Farbauftrag. Im Zentrum der Szenen sind die Farben deutlicher voneinander abgegrenzt, während sie an den Rändern verlaufen und verwischen. Vielschichtig sowohl im maltechnischen wie auch perspektivischen Sinne erfordern die Gemälde ein genaues Sehen und Studieren, um den scheinbar undurchdringlichen Bildraum visuell zu erfassen.


Martin Jagodzinskis
Gemälde zeichnen sich durch eine detaillierte Wiedergabe von Natur aus. Das Wolkenspiel am Himmel, das tosende Meer oder der dunkle Wald bei nächtlichem Licht sind die „Akteure“ in den oft menschenleeren Bildern. Die Motive basieren auf genauer Beobachtung und Fotostudien während vieler Reisen ans Meer. Jagodzinski überträgt die Motive nie 1:1 auf die Leinwand, sondern komponiert aus vielen einzelnen Elementen neue Landschaften. Der Schaum auf den Wellen des Meeres, die Gischt und die Brandung an der Küste sind dabei nahezu fotorealistisch genau wie auch die Wolkenzeichnung am Himmel. Irritierend wirkt die Farbgebung, denn das manchmal fast fluoreszierend helle Licht verleiht den Bildern eine irreale und übersinnliche Dimension. Selten treten Menschen als beobachtende Zaungäste auf, überwältigt vom Schauspiel der Natur.


Silke Koch
ist kurz vor dem Mauerfall in den Westen übergesiedelt und interessiert sich seitdem sehr für die unterschiedliche soziokulturelle und politische Prägung der Menschen. Ihre bizarren, Raketen und Satelliten ähnelnden Objekte spiegeln dieses Interesse wider. Sie kombiniert verschiedene Alltagsgegenstände östlicher wie auch westlicher Provenienz zu diesen Flugobjekten. Das Interesse an der Raumfahrt und der Drang zur Beherrschung des Weltraums wurden von beiden ideologischen Systemen gleichermaßen geteilt und als Feld von Konkurrenz im wissenschaftlichen sowie militärischen Wettlauf betrachtet. Silke Koch knüpft spielerisch daran an mit ihren skulpturalen „Flugobjekten“ und vereint beide Systeme. Gleichzeitig verweisen die einzelnen Alltagsprodukte, aus denen die „Raketen“ bestehen, auf die Tatsache, dass sich militärische und zivile Produktion nicht hermetisch voneinander trennen lassen.


Anneli Schwagers
Malerei ist grenzüberschreitend und pendelt zwischen Dies- und Jenseits, zwischen figurativ und gegenstandslos. Stark von der Pleinair-Malerei fasziniert, die Anneli Schwager selber praktiziert, hat sie sich immer schon mit der Natur beschäftigt. Ihre Reflexionen zur Kunst basieren auf der intensiven Auseinandersetzung mit Mensch, Leben und Natur und münden in eine spirituelle Orientierung. In Schwagers eigenen Worten liegt der Schwerpunkt ihrer Malerei im „Altarbild für den modernen Menschen, der mit dem dualistischen Weltbild, der Trennung von Himmel und Erde, Geist und Materie so nicht weiterleben kann.“ Eine positive Grundorientierung, aller negativen Aspekte von Wirklichkeit zum Trotz, ist in den Bildern spürbar, die immer von einer Freude am Farbspiel getragen wird. Die Gemälde verkörpern Schwagers Suche nach Harmonie und sind gleichzeitig Spiegel ihrer Seele.


David Gessert
(*1974 in Berlin); 1992–1994 Ausbildung zum Schauwerbegestalter; 1998-2003 Studium Bildende Kunst an der UdK Berlin bei Prof. Dieter Hacker; 2003 Ernennung zum Meisterschüler; zahlreiche Ausstellungen vorwiegend in Berlin; lebt und arbeitet in Berlin.

Martin Jagodzinski (*1965 in Wolfsburg); 1981–1988 Ausbildung und Tätigkeit als Landschaftsgärtner; 1992 Gaststudium Zeichnen bei Joe Haggége an der HdK Berlin; 1990–1993 Abitur am Berlin-Kolleg; 1993–1998 Studium und Diplom Kommunikationsdesign an der KH Berlin-Weißensee; 1996 Universitat de Barcelona, Facultat de Belles Arts, Studienaufenthalt Erasmus; seit 1999 freiberufliche Tätigkeiten als Grafiker und seit 2005 Beschäftigung mit der Landschaftsmalerei; zahlreiche Ausstellungen in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin.

Silke Koch (*1964 in Leipzig); 1993–1998 Studium der Fotografie an der HfGB, Leipzig; 2003 Meisterschülerin bei Astrid Klein; Stipendien im In- und Ausland, darunter 1999 über den DAAD in Großbritannien, 2003 in Columbus, Ohio, 2005 am ISCP in New York City, 2008 in Schöppingen und 2011 im Schleswig-Holstein-Haus in Rostock; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Leipzig.

Anneli Schwager (*1959 in Frankfurt/Main); 1969 Umzug auf die Insel Sylt; 1977–80 Loheland-Seminar: Bewegungstherapie und -kunst, Malen; 1981 Malerei auf Sylt; 1981–85 Freie Hochschule am Goetheanum in Dornach, Schweiz; 1986 Atelier in Italien; seit 1988 Dozentin für Malerei an verschiedenen Bildungsinstituten; seit 1995 Atelier in Berlin-Pankow; Arbeit an der „Innenweltthematik“; seit 1996 jährliche Sommeraufenthalte/Freilichtmalerei in Schweden; mehrere Jahre Aktzeichnen an der HdK bei Prof. Peter Müller; seit 2001 Dozentin am LIW, u. a. Sommerakademie, Lehnin und an der Akademie am Meer auf Sylt; 2010–12 Autorin eines Werkbuches über Bildgestaltung; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.


Die Deutsche Wohnen
Die Deutsche Wohnen Gruppe ist eine der führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst rund 50.000 Einheiten, vorwiegend gelegen in Berlin, Frankfurt am Main und dem übrigen Rhein-Main-Gebiet. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in drei Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärten erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.

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