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19.09.2012: GEHAG Forum präsentiert Werke von Michael Felix Langer, Julia Neuenhausen und Lorcan O’Byrne

27. September – 20. November 2012, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 26. September 2012 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Dr. Helen Adkins
Kunsthistorikerin und freie Kuratorin


Berlin, 19. September 2012. In der kommenden Ausstellung im GEHAG-Forum treffen verschiedene Medien und Formsprachen der Kunst aufeinander. Die skulpturalen Objekte von Michael Felix Langer begegnen den ornamentalen und figurativen Collagen und Mischtechnikarbeiten von Julia Neuenhausen und treffen auf die Malerei von Lorcan O’Byrne mit seinen Alltagsstillleben.

Michael Felix Langer trägt zu dieser Ausstellung drei- wie auch zweidimensionale Werke bei. Schwer und leicht sind zwei Attribute, die Langers aktuelle Skulpturen bestimmen, die aus so gegensätzlichen Materialien wie Blei und Papier gefertigt sind. Spiralförmige und bis zu drei Meter hohe Papierplastiken stehen wie aufgerichtete Trompeten oder Trichter frei im Raum, während die Bleikörper kompakt am Boden liegen und in ihren Formen an kleine Puppen oder Engerlinge erinnern. Langer experimentiert mit den Materialien und ihren Oberflächen und intendiert nicht die eine partikulare Form mit eindeutiger Referenz. Die Skulpturen beeindrucken durch ihre bloße Form und Gestalt und setzen in zweiter Linie das freie Spiel der Phantasie in Gang. Die Assoziationskraft der Betrachter ist gefragt, um Bilder von Naturlandschaften, von Flora und Fauna heraufzubeschwören.


Julia Neuenhausen
entlehnt Formen von Alltagsgegenständen und setzt diese zu ornamentalen Bildern und Objekten zusammen. Im weitesten Sinne begreift Neuenhausen ihre Technik als Collage, auch wenn sie mittels Zeichnung noch in die Collage eingreift. Mit dieser Methode arbeitet sie sowohl auf Papier als auch mit anderen Materialien und produziert z.B. großformatige Wandteppiche. Mit dieser kompositorischen Technik reduziert sie stilisierte Formen von profanen Gegenständen wie Kreissägen, Sägeblätter, Symbole, oder auch Schusswaffen und Bomben, die ihre Bedeutung jedoch gerade in der Konfrontation, im Wechselspiel mit den anderen Formen, wieder erneut entfalten. Formale Reminiszenzen des Alltags und auch der politischen Wirklichkeit werden in Neuenhausens Collagen, Materialbildern und Wandteppichen zu hintergründigen und vielschichtigen Bildern, die die widersprüchlichen Tendenzen der Wirklichkeit zu einer ornamentalen Struktur voller Spannung konzentrieren.

 

 


Lorcan O’Byrnes
Gemälde halten beiläufige Beobachtungen im Alltag fest. Das kann das Schattenspiel einer geöffneten Tür sein, oder das Kabelgewirr von Telefon und Stereoanlage, ein ausgedienter Kühlschrank oder ein Karton in geöffnetem oder geschlossenem Zustand. Mal ist das Farbspiel realitätsnah an der Vorlage orientiert, mal dekliniert O’Byrne das Thema in anderen Farbkompositionen neu. Begonnen hat O’Byrne mit Menschenportraits und malte seine Familie und Freunde. In der letzten Zeit konzentriert er sich auf Gegenstände, partielle Raumdetails und Situationen, die man Alltagsstillleben nennen könnte. Im Unterschied zum klassischen Stillleben jedoch, interessiert O’Byrne nicht die ganzheitliche Komposition und thematische Erhöhung, sondern eher das Zufällige, das Ausschnitthafte und Profane seiner unmittelbaren Umgebung. Interessanterweise sind seine Segmente oft so gezoomt, dass sie als abstrakte Motive erscheinen, die vom Betrachter erst in den richtigen Kontext gestellt werden müssen.

 


Michael Felix Langer (*1954 in Kempten); Schule, Schlagzeuger in einer Band, Abitur; 1974 in München Vorlesungsbesuche in Philosophie u. Kunstgeschichte; 1980 Kunststudium an der Akademie der Künste bei Robert Jacobsen, ergänzt durch eine Steinmetz- u. Steinbildhauerlehre; 1981 Wechsel nach Berlin, Student und Tutor bei Shinkichi Tajiri, Meisterschüler; ab1983 diverse Einzel- und Gruppenausstellungen in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien und der Schweiz; Arbeit mit situativer Kunst und Beteiligung an internationalen Skulpturenparcours; 1983 Studienstipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks in Qimper, Frankreich; 1990 Privatstipendium der Sammler Ute u. Michael Berger, Preunschen, Odenwald; 2001 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds, Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop; lebt und arbeitet in Berlin.

Julia Neuenhausen (*1965 in Braunschweig); 1985–93 Studium Malerei, Film, Performance an der HBK Braunschweig und an der State University, San Francisco, USA; Tanz-/Performance-Studium, Elfenbeinküste, Ghana, Afrika; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland u.a. in Indien und Sambia; 1984 Künstler-Workshop, Kausoli, Indien; 1994–95 Künstlerinnen-Förderungsprogramm „Goldrausch“, Berlin; 1995–2000 Dorothea-Erxleben-Programm, Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover, Dozentur an der Kunsthochschule Braunschweig, 1996 EMARE-Programm Budapest, gefördert vom Goethe-Institut; 2000 Künstlersymposium in Buch, Berlin, Deutscher Künstlerbund e.V.; 2002 Lehrauftrag (DAAD) HBK Braunschweig – ITB Bandung, Indonesien-Projekt “the world is a collage is a world ...”; 2003 CP – Open Biennale, Jakarta, Indonesien, gefördert vom Senat für Wissenschaft und Kultur, Berlin; 2004 International Insaka Artist Symposium, Sambia, Afrika; 2005–07 projektraum, Ausstellungen und Konzepte, Organisation, Berlin; 2006 Lehrauftrag an der University of Hyderabad, Indien; Veröffentlichung der Foto-Edition „still sleeping“; 2007 Iran-Projekt, pattern research, Kunstfonds Bonn; 2008 Mitarbeit, Fahnen Projekt, Hannover; 2010 Mitarbeit, Kunst im öffentlichem Raum, Platzgestaltung, Hannover; 1991– 2007 Maske, Kostüm und Set für Bjørn Melhus (Videokünstler, Berlin); lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin.

Lorcan O’Byrne (*1961 in Dublin, IR); 1979–81 NCAD, Kunsthochschule, Dublin; 1986–89 Studium Hochschule der Künste, Berlin (Meisterschüler Prof. Engelmann); 1998 Stipendium Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Belgien, Irland und Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin.


Die Deutsche Wohnen
Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst rund 73.300 Einheiten, vorwiegend gelegen in Berlin, Frankfurt am Main, dem übrigen Rhein-Main-Gebiet sowie in Hannover/Braunschweig(Magdeburg. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärten erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnsiedlung Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.

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