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Kurz erklärt: So funktioniert unser Konzept

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Für ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland ist der Gebäudesektor verantwortlich. Der entscheidende Hebel, um das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 zu erreichen, liegt also in dessen umfassender energetischer Sanierung. Aktuell wird aber jährlich lediglich 1 % aller Gebäude in Deutschland energetisch modernisiert. Diese Sanierungsquote müsste auf 2,5 % steigen, damit Deutschland sein Klimaschutz-Versprechen einhalten kann.

Das heißt aber auch: Die Bürger müssen hier „mitziehen“. Neben den Belastungen durch Schmutz, Lärm und Nutzungseinschränkungen bei der Sanierung selbst erhöht sich über die sogenannte Modernisierungsumlage in der Regel auch die Miete. Aus Sorge, sich die eigene Wohnung nicht mehr leisten zu können, lehnen viele die Maßnahmen daher ab.

Unser Lösungsvorschlag

Die Modernisierungsumlage von bis zu 8 % der Kosten sollte zum Teil vom sogenannten Energie- und Klimafonds (EKF) übernommen werden. Diesen Fonds hat die Bundesregierung als Sondervermögen geschaffen, um unter anderem Klimaschutz-Maßnahmen zu fördern.

Zum Hintergrund

Zusätzlich zum bestehenden Emissionshandel, den es bereits für die Energiewirtschaft und die energieintensive Industrie im Rahmen des europäischen Emissionshandels gibt, wird in Deutschland ab 2021 auch ein Handel mit Verschmutzungsrechten für die Bereiche Verkehr und Gebäude eingeführt. Das heißt, dass im Gebäudesektor jene Unternehmen, die Brennstoffe wie Heizöl, Flüssiggas oder Erdgas verkaufen, sogenannte Zertifikate als Verschmutzungsrechte erwerben müssen – im Gegenzug für die CO2-Emissionen, die der Verbrauch dieser Stoffe verursacht. Die dadurch entstehenden Kosten werden an die Endverbraucher weitergegeben.

Vorteile, die überzeugen

Aus dieser CO2-Bepreisung werden zusätzliche Erlöse für den Energie- und Klimafonds erzielt. Diese Mittel sollten aus unserer Sicht wieder in den Gebäudesektor zurückfließen – indem der EKF einen Teil der umlegbaren Modernisierungskosten finanziert, die andernfalls der Mieter allein zu tragen hätte. Im ersten Jahr sollte der Fonds die volle Modernisierungsumlage in Höhe von 8 % übernehmen. Über eine Laufzeit von 15 Jahren schmilzt diese Förderung linear ab, sodass der Mieter nur langsam in die Klimakosten einsteigt. Gleichzeitig profitiert der Bewohner vom ersten Tag an von niedrigeren Energieverbräuchen und einem höheren Wohnkomfort. Eine Förderung in derselben Höhe regen wir auch für den Eigentümerbestand an.

Wir sind überzeugt, dass dieses sozialverträgliche Konzept die Akzeptanz von Gebäudesanierungen bei Mietern und Selbstnutzern von Wohneigentum erhöht. Dies wiederum wird der energetischen Sanierung in Deutschland einen gewaltigen Schub geben. Nicht zuletzt verschafft die Sanierungoffensive Handwerksbetrieben im ganzen Land zusätzliche Aufträge im Volumen von bis zu 22 Milliarden Euro. Am Ende stehen geringere Nebenkosten für Mieter und Selbstnutzer, ein höherer Wohnkomfort und ein langfristig energetisch ertüchtigter Gebäudebestand in Deutschland.

Kurzum: So profitieren alle Beteiligten – und Deutschland kann seinen versprochenen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Weitere Informationen zum Konzept finden Sie in unserem Positionspapier.

Bevölkerungsumfrage zum Klimaschutz

„Wer sollte Ihrer Meinung nach die Kosten einer energetischen Sanierung tragen?“

„Abgesehen von der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Auswirkungen – was von dem Folgenden ist Ihrer Meinung nach aktuell das wichtigste politische Thema?“

„Was wären Sie bereit zusätzlich zu Ihrer monatlichen Miete zu zahlen, um die CO2-Emissionen Ihres Wohnhauses durch eine energetische Sanierung zu reduzieren?“

„Was von dem Folgenden sehen Sie als das größte Hindernis an, wenn Sie an die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen denken?“

„Wie stehen Sie zu dieser Aussage? „Um den CO2-Ausstoß zu verringern, sollten mehr Gebäude in Deutschland energetisch saniert werden.“

„In welchem dieser Bereiche steckt Ihrer Meinung nach das größte Potenzial mit Blick auf Einsparungen von klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2?“

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS hat im Juni 2020 im Auftrag der Deutsche Wohnen eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zum Klimaschutz durchgeführt. Die zentralen Ergebnisse: Den Deutschen ist Klimaschutz sehr wichtig und eine Mehrheit befürwortet auch energetische Gebäudesanierungen für den Klimaschutz. Allerdings sind die Kosten – sowohl für Mieter als auch für Vermieter – bislang die größte Hürde, so dass die Finanzierung als Gemeinschaftsaufgabe von Mietern, Vermietern und dem Staat gesehen wird. Gleichwohl fehlt noch das Bewusstsein, dass der Gebäudebestand eine zentrale Rolle für das Erreichen der Klimaziele spielt: Nur 2 % der Befragten ist bekannt, dass hier rund ein Drittel des nationalen CO2-Ausstoßes verursacht wird.

FAQ – Wir geben Antworten auf Ihre Fragen

Deutschland hat mit dem Energie- und Klimafonds (EKF) bereits 2011 ein Förderinstrument geschaffen, um die Energiewende und den Klimaschutz voranzutreiben. Dabei handelt es sich um ein Sondervermögen, das der Finanzierung der energie- und klimapolitischen Maßnahmen des Bundes dient. Dieser „Fördertopf“ speist sich maßgeblich aus den Einnahmen des Bundes aus dem Handel von Rechten zur Emission von Treibhausgasen. 

Ab 2021 werden in Deutschland auch die Bereiche Verkehr und Wärme/Gebäude einen Emissionshandel bekommen. Jedes Unternehmen, das Heiz- und Kraftstoffe auf den Markt bringt, muss sich dann mit Verschmutzungsrechten, sogenannten CO2-Zertifikaten eindecken. Die Kosten dafür gibt es über die Betriebskostenabrechnung an die Endverbraucher weiter. Die Einnahmen aus den verkauften Zertifikaten gehen nicht in den Staatsaushalt, sondern in den EKF. Entsprechend könnte dieser Topf Maßnahmen finanzieren, die den Energieverbrauch senken.

Laut Bundesregierung sollen die zusätzlichen Einnahmen aus der CO2-Bepreisung vollständig den Bürgern zurückgegeben werden. Der vermeintlich einfachste Weg wäre, das Geld den Bürgern schlicht zu erstatten, zum Beispiel über ein Bürgergeld. Dem Klima wäre damit aber nicht geholfen. Vielmehr sollte das Geld in Sanierungsmaßnahmen fließen, die effektiv den Klimaschutz fördern. Der Austausch der Heizungsanlage und zusätzliche Außendämmungen etwa tragen dazu bei, Wärmeverluste am Haus deutlich zu verringern. Je nach Gebäudetyp können hierdurch bis zu 58 % weniger Endenergie verbraucht werden. Das senkt die Nebenkosten, wovon langfristig auch die Bürger – Mieter wie Selbstnutzer von Eigentum – profitieren.

Ja. Im Jahr 2018 flossen dem EKF rund 2,56 Milliarden Euro zu, darüber hinaus verfügt er über eine Rücklage von rund 6 Milliarden Euro. Ab 2021 werden die jährlichen Einnahmen durch die Einführung der CO2-Bepreisung auf die Bereiche Verkehr und Wärme/Gebäude nochmals deutlich steigen.

Dem gegenüber stehen jährlich maximal ca. 2,37 Milliarden Euro für die Modernisierungsumlage von Mietshäusern. Für Gebäude, die Eigentümer selbst bewohnen, werden schätzungsweise maximal 1,93 Milliarden Euro pro Jahr benötigt. 

Ließe man EKF-Förderprogramme auslaufen, die kaum abgerufen werden oder teurer sind, würden nochmals Mittel in Höhe von rund 3,2 Milliarden Euro frei – zusätzlich zu den Rücklagen und den regulären jährlichen Einnahmen des EKF. Insgesamt wären damit die Investitionen in die sozialverträgliche energetische Gebäudesanierung mehr als abgedeckt, und es bliebe natürlich weiterhin genügend finanzieller Spielraum für andere klima- und energiepolitische Maßnahmen.

Die Förderung ist als eine sogenannte Objektförderung ausgestaltet. Das bedeutet, dass die Sanierung einer Wohnung oder eines Hauses unabhängig davon gefördert wird, wer darin wohnt. Jeder Mieter, dessen Wohnung energetisch ertüchtigt wird, kann also damit rechnen, eine Unterstützung bei der Modernisierungsumlage zu erhalten. Selbstnutzer von Wohneigentum profitieren von einer analogen Förderung.

Wichtig zu wissen: Im ersten Jahr nach der Modernisierung übernimmt der Energie- und Klimafonds die Förderung vollständig, in den Folgejahren steigen die Bewohner schrittweise in die Umlage der Sanierungskosten ein. Dem steht allerdings auch eine Ersparnis durch niedrigere Energiekosten gegenüber. 

Um insbesondere Haushalte mit niedrigerem Einkommen zusätzlich zu unterstützen, wird speziell die Deutsche Wohnen zudem an ihrem Mieterversprechen festhalten: Demnach muss auch künftig kein  Mieter nach Modernisierungsmaßnahmen mehr als 30 % des Haushaltsnettoeinkommens für die Warmmiete aufbringen.

Die Deutsche Wohnen stellt sich der Verantwortung des Klimaschutzes. Wir müssen heute handeln, nicht morgen. Es geht bei dem Vorschlag nicht um die Deutsche Wohnen, sondern es handelt sich hierbei um einen Vorschlag der Deutsche Wohnen für die gesamte Branche. Alle Nutzergruppen müssen mitgenommen werden. Deshalb ist das auch kein Vorschlag der Vermieter, sondern ein Vorschlag für Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger gleichermaßen.

Der Vermieter, und damit auch die Deutsche Wohnen, erhält keinerlei finanzielle Vorteile gegenüber der heute bestehenden gesetzlichen Regelung – auch nicht in Zukunft. Auch stellt sich die Deutsche Wohnen mit dem vorgeschlagenen Programm nicht besser als andere Teilnehmer am Wohnungsmarkt. Vielmehr ist das Programm ein Beitrag dazu, die Akzeptanz auf Seiten der Mieter gegenüber energetischen Modernisierungsmaßnahmen durch einen verbesserten Prozess erheblich zu steigern und die Bezahlbarkeit von Wohnraum und Klimaschutz zusammenzubringen. Denn nur wenn wir den Klimaschutz sozialverträglich in den Gebäudebestand bekommen und die Nutzer nicht überfordert werden, kann die Akzeptanz für Modernisierung gesichert werden und Deutschland seine selbst gesteckten Klimaziele rechtzeitig erreichen.

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