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Herr Reich, bitte zuerst kurz ein paar Worte zum Träger der Kinderinseln Berlin Nord in Reinickendorf, zu denen heute drei Kitas gehören …

Die erste Einrichtung wurde 2013 für 37 Kinder gegründet. Inzwischen sind es drei Häuser und am Ende des Jahres werden 150 Kinder und insgesamt 32 Mitarbeiter bei uns ein- und ausgehen. Dazu gehören auch drei Hausmeister, drei Hauswirtschaftskräfte und die Mitarbeiter der Verwaltung.
 

Wie lange sind Sie selber schon dabei?

Mein Einstieg in die Kitawelt begann 2010 als Gründungsmitglied in einem gemeinnützigen Kitaverein. Daran zeitlich sehr dicht anschließend habe ich zwei Kindertagesstätten in Berlin-Mitte gegründet und betrieben. Die Kinderinseln Berlin Nord sind im Jahr 2013 dazugekommen. 
 

Die Idee, ein altes Waschhaus als neuen Kitastandort zu nutzen, ist außergewöhnlich – wie ist sie entstanden?

Ganz einfach: In Reinickendorf-Ost fehlen nicht nur Kitaplätze, es fehlen auch entsprechende Gewerbeflächen. Da wird man einfach kreativ. Im Waschhaus war eine Kita zunächst nur schwer vorstellbar, weil es viele alte Waschmaschinensockel gab, die Teil der Decke sind, und die Fensterflächen fast schon zu groß waren. Alles wirkte anfangs eher wie eine Fabrikhalle, bei der man die Akustik wohl auch nur schwer in den Griff bekommen würde. Aber mit viel Arbeit wurde ein gangbares Konzept erstellt und mit dem Denkmalschutz, dem Brandschutz und mit der Deutsche Wohnen abgestimmt.
 

Und wie hat die Deutsche Wohnen als Eigentümer auf den Plan reagiert?

Das Waschhaus stand bereits einige Zeit leer und war mit seinen baulichen Vorgaben eine echte Herausforderung. Insbesondere die Einhaltung des Denkmalschutzes hat eine Nutzung schwer gemacht. Daher war die Deutsche Wohnen sehr aufgeschlossen, als wir unsere Idee geschildert haben. Sie kannte uns auch schon als Mieter einer anderen Kita und konnte sich in der Neuvermietung auf unsere Vorstellungen verlassen.  
 

Da musste sicher einiges um- und neugebaut werden. Was gestaltete sich am schwierigsten?

Es gab extrem viele Herausforderungen. Die zwei mit Abstand größten Schwierigkeiten waren die Waschmaschinensockel und der zusätzlich benötigte Schallschutz durch das angrenzende Nachbargewerbe. Bei den Waschmaschinensockeln dachten wir ursprünglich, dass es einfache Aufbauten wären, die wir zurückbauen könnten. Die Bauakten verrieten uns dann, dass es tragende Deckenelemente sind. Am Ende haben wir nur einen Sockel mit sehr viel Aufwand zurückgebaut und den Großteil der Einrichtung aufgeständert.

Und: Wir haben erst nach der Anmietung gemerkt, dass das benachbarte Heizkraftwerk bei Volllast sehr starke Brummgeräusche verursacht. In den kühlen Monaten wäre ein Betrieb undenkbar gewesen. Ein Gutachter wurde eingeschaltet und offerierte uns einen Maßnahmenplan, der unsere Kosten um rund 120.000 Euro steigerte. Zum Glück beteiligte sich die Deutsche Wohnen an den Kosten und wir konnten die Landesfördermittel für den Kitaausbau erhöhen.
 

Das hat sicher viel Zeit in Anspruch genommen?

Zwischen der Ursprungsidee, mit dem Waschhaus etwas anzufangen, bis zur finalen Eröffnung sind knapp zwei Jahre vergangen. Die Abstimmung mit einigen Ämtern hat dabei teilweise viel Zeit gekostet.
 

Wie reagieren die Nachbarn darauf, dass in das alte Haus neues Leben zieht?

Die meisten Nachbarn sind uns gegenüber sehr aufgeschlossen. Zumal sie gemerkt haben, dass wir rücksichtsvoll mit der Nachbarschaft der um die Ecke liegenden Bestandseinrichtung umgehen. Wenn Nachbarn zu Sommerfesten vorbeischauen, dann spendieren wir auch gern mal eine Rostbratwurst. Viele Eltern aus der Nachbarschaft freuen sich auch über zusätzliche Kitaplätze im direkten Umfeld.