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Konrad Sommer

Mathias Hornung

Martin von Ostrowski

Mathias Hornung, Martin von Ostrowski, Konrad Sommer

16. Dezember 2020 - 10. April 2021
Mo bis Fr 9 - 19 Uhr
Deutsche Wohnen SE, Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Aufgrund der Covid19-Maßnahmen findet keine Eröffnung statt und wir können aktuell auch keine Besichtigungen anbieten.

Dieses Mal liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf der Malerei. Sie umfasst dabei Werke des 2012 verstorbenen Malers und Zeichners Konrad Sommer, die zum ersten Mal im öffentlichen Raum gezeigt werden. Des Weiteren werden Arbeiten von Martin von Ostrowski ausgestellt, der im Gehag Forum kein Unbekannter ist. Doch ist er hier nicht nur als Bewahrer eines künstlerischen Werkes involviert, sondern zeigt auch eigene Malerei der letzten Jahre. Flankiert werden diese malerischen Positionen höchst unterschiedlicher Genres und Künstlergenerationen von Mathias Hornungs Holzdrucken und Holzskulpturen, die auch als Druckstöcke dienten. Auch Mathias Hornung dürfte dem Publikum des GEHAG Forums in der Deutsche Wohnen SE bekannt sein. Werke von ihm befinden sich auch in der firmeneigenen Sammlung.

Mathias Hornungs Werk ist eng mit dem Begriff der Metamorphose verknüpft. Er produziert Holzdrucke und verarbeitet und verwendet die Holzstöcke selber wiederum als Holzskulpturen. 2015/ 2016 produzierte er aus diesen Holzstöcken unter Beibehaltung der Druckstockspuren Tischobjekte auf Stahlfüßen und Wandreliefs. Um der ursprünglichen Funktion dieser Objekte gerecht zu werden, präsentiert er in der Ausstellung auch Holzdrucke, die mit diesen Objekten gedruckt wurden. Die Muster von Druckstöcken und den Holzdrucken auf Papier basieren meist auf der visuellen Darstellung von digitalen Datencluster, die Hornung erst per Zeichnung und dann durch Schneiden auf den Holzstock überträgt. Durch diesen Prozess stoßen zwei fremde Welten, die der Virtualität und die der Haptik, aufeinander. Was vermeintlich wie Abstraktion aussieht, ist nicht wirklich abstrakt, sondern eine recht genaue Umsetzung von Datenprogrammen, Projektion und Schneiden in Holz.

Martin von Ostrowski nutzt diverse künstlerische Formen und Medien. Noch in den 1990er Jahren war er vor allem mit seinen Performances als „Königin Luise“ bekannt. Später stellte er mit dem partizipativen Projekt bis heute die Frage „Warum Kunst?“ um für deren Bedeutung mit großer Empathie einzutreten. Diese Mal wird er im GEHAG Forum mit seinen Gemälden aus verschiedenen Jahren vertreten sein. Motivisch zitiert von Ostrowski, der ein kunstwissenschaftliches Studium absolviert hat, Bildelemente der Romantik und der Renaissance, darunter Blumendekor, Mariendarstellung und Putten und integriert diese in seine neoexpressive und auch realistische Malerei. Selbstportraits mit deformierender Spiegelung, die zu Doppelung und Verdreifachung des Kopfes führen, evozieren Fragen der Identität und lassen sowohl an Rimbauds „Ich ist ein anderer“ als auch an Walt Whitmans „I contain multitudes“ denken.

Konrad Sommer, dem bereits 2012 hochbetagt verstorbenen Maler, ist zum ersten Mal im GEHAG Forum mit seinen Landschaftsgemälden vertreten. Mit großer Farbfreudigkeit widmete sich Sommer der Landschaftsdarstellung, die er – so Martin von Ostrowski – nahezu rhythmisiert mit breiten und markanten Pinselstrichen auf Papier und Karton auftrug. Ob eher herbstliche Stimmung mit deutlichen Rottönen oder die sommerliche Wärme mit Gelbtönen, winterliche Atmosphäre mit kühlerem Blau, Sommer vermittelt den Betrachter*innen deutlich die Jahreszeiten mit der von ihm genutzten Farbpalette. Hinzu kommen akustische Eindrücke, die Sommer in seine Bilder einfließen ließ und diese sogar manchmal im Titel mit verewigte. In manchen Verarbeitungen von Waldmotiven lassen seine Pinselführung die Bäume regelrecht tanzen. Schwungvolle Striche vermitteln leichte Unschärfen, die bei Bewegung und Drehung entstehen. Mit diesen Bildern zeigt das GEHAG Forum Werke eines nahezu unbekannten und zu entdeckenden Malers.

Mathias Hornung (*1965 in Tübingen); 1984 Abitur; 1985–1988 Ausbildung Machinenmechaniker Industrie; 1988–1993 Studium Bühnen- und Kostümbild an der Staatlichen Hochschule der bildenden Künste, Stuttgart-Weisenhof bei Prof. Peter Grau und Prof. Jürgen Rose; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen international und in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.mathiashornung.de

Martin von Ostrowski (*1958 in Bietigheim-Bissingen); 1978 Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaft an der Universität Karlsruhe; 1982 Umzug nach Berlin, Weiterführung des Studiums an der FU und Beginn einer kontinuierlichen künstlerischen Arbeit; seit 1983 Mitglied in verschiedenen Künstlergruppen; 1988 Französischer Staatspreis Villa Arson; 1990 Dissertation über „Deutsche Monumentalbrunnen 1813–1871; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.martinvonostrowski.de

Konrad Sommer (*1915 München – †2012 München) nach der Volksschule Berufsschule für Photographen, Chemigraphen, Kupfer- und Tiefdrucker; ab 1941 Anzeichner bei Krauss-Maffei, München; nach dem Krieg zeitweise arbeitslos, schlug sich Sommer als Künstler durch; ab ab 1949 tätig als Chemigraf und Farbätzer bei der Firma Joh. Roth sel. Ww, Grafischen Kunstanstalt, Landkartendruck; 1959–1973 Chemigraf bei dem Verlag Heering; neben seinem Berufslebens betätigt er sich beständig künstlerisch als Maler, Zeichner und Fotograf bis zu seiner völligen Erblindung im Jahr 1997.

 

GEHAG Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 1920-er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietwohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung „Gläserne Kette“. Zu Ehren Tauts befasste sich eine der ersten Ausstellungen des 1988 gegründeten GEHAG FORUMs mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstream ist das GEHAG FORUM in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasst zum 30. Juni 2017 insgesamt 163.000 Wohneinheiten und 2.400 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.

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