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Berlin, 17.07.2014

24. Juli – 14. September 2014, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 23. Juli 2014 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Kolja Kohlhoff
Kunsthistorikerin

Christine Falks Bilder gehören im weitesten Sinne zur Farbfeldmalerei und erinnern ebenso an den Konstruktivismus. Dennoch führen beide Begriffe auf eine falsche Fährte. Denn Falks Bilder sind eine Auseinandersetzung mit Grundformen der Wirklichkeit und mit real gesehen Objekten wie Balustraden, Balkonen, Häuserfassaden, Fenster und Türen. Erst durch das genaue Betrachten und das Abstraktionsvermögen lassen sich die Bilder optisch dechiffrieren. Ist die fast störende diagonale Linie nicht der Verweis auf eine in den Raum hinein geöffnete Tür, die die zweidimensionale und aus geschachtelten Rechtecken bestehende Fläche oder Gebäudefront erweitert in einen dahinterliegenden Raum? Neben aller Herausforderung zum detektivischen Blick, trotz aller Entschlüsselbarkeit, betreibt Christine Falk in ihren Bildern auch ein ästhetisches spannendes Spiel mit Flächen und Farben.

Die Gemälde von Walter Karberg sind Ausdruck von großer Dynamik. Mit Schwung und Kraft zieht er den Pinsel über die wie
ße Leinwand. Karberg arbeitet mit besonders breiten Pinseln aus China, deren Struktur sich direkt im Farbauftrag abbildet und nahezu eine skulpturale Anmutung erhält. Dünne Spuren und besonders dicker Farbauftrag geben dem Bild eine Tiefe und erweitern es mit einem dreidimensionalen Effekt hin zu einer nahezu skulpturalen Erscheinung. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen intensiver Farbe und weißer Leinwand. Walter Karbergs Gemälde sind expressive Momentaufnahmen, geboren aus Konzentration und einem Zustand innerer Gefasstheit. Selber führt er dazu aus: „Voraussetzung ist eine völlige Gelassenheit, Ruhe und Offenheit. Die Pinsel und Besen aus Ziegenhaar, Schweineborsten und Pferdeschwänzen malen sehr unterschiedlich. Ein größerer, Haarlänge 40 cm, wiegt mit Farbe gut 7 kg. Das Bild entwickelt sich zentimeterweise in einer Bewegung, die durchaus zu zwei, drei Strichen werden kann.“

Die Skulpturen des Bildhauers Fumiari Ogawa widmen sich geometrischen Grundformen wie Würfeln, Spiralen, Rechtecken, die verschränkt, gefaltet, zerteilt und deren Teile zum Klappen manchmal mit Scharnieren verbunden werden. Fumiari Ogawa arbeitet mit einer breiten Palette von Materialien wie Holz, Papier, Eisen Stahl und Bronze. Mit seinen plastischen Objekten appelliert Fumiari Ogawa an das Abstraktions- und Denkvermögen der Betrachter, denen es überlassen bleibt, die dekonstruierten Formen im Geiste zu komplettieren. Veränderung, Metamorphose, Anfang und Ende eines Werkes bis hin zum seinem völligen Verschwinden sind Vorstellungen, die Fumiari Ogawas Skulpturen wecken.

Ute Vauk-Ogawa überschreitet in ihrer Kunst die Grenze von der Zwei- zur Dreidimensionalität. Scheinbar graphische Zeichnungen menschlicher Körper – oder sind es nur menschenähnliche Kreaturen? – entpuppen sich bei genauerem Studium als plastische Drahtgebilde, ergo als Wandskulpturen. Tänzerisch fliegen und schweben die Figuren schwerkraftlos an der Wand. Beziehungslos und doch als massenhafte Anordnung, manchmal verdichtet zum Cluster, ein anderes Mal vereinzelt, erscheinen diese Szenen wie Abbilder gesellschaftlichen Gefüges und Handelns. Miteinander und gegeneinander und dann wieder völlig isoliert, verharren die Körper im Raum. Ein anderes Material, das die Künstlerin nutzt, sind Hanffasern, die gefärbt und gehärtet zu sowohl abstrakten wie auch figurativen Skulpturen geformt werden. Mit den Drahtarbeiten wie auch mit den Werken aus Hanf bespielt die Künstlerin leichthändig ganze Räume.

Matthäus Thomas Grundmaterial ist Holz, mit dem er komplexe Skulpturen im Außenraum wie auch im Ausstellungsraum baut. Bretter und Latten, die immer als einzelne Elemente sichtbar bleiben, fügt er zu großartigen Kompositionen, die harmonische Formen annehmen können oder sich zu anarchisch anmutenden Sinnbildern von Chaos und Sprengung entwickeln. Matthäus Thomas nimmt in seinen raumgreifenden Außenarbeiten häufig kontrapunktisch Bezug zum städtebaulichen Umfeld. Die Dynamik und Energie vermittelnden Installationen intervenieren in ein räumliches Gefüge und laden es mit Spannung auf. Matthäus Thomas' Arbeiten wirken entweder als harmonisches Additiv oder als intensive Störung des Raumes.

Christine Falk (* 1961 in Berlin); 1989–1992 Vorpraktikum und Keramikstudium in Halle, Burg Giebichenstein; 1992–1997 Studium der Malerei, Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 1997–1998 Meisterschülerin bei Prof. Werner Liebmann; 1999 Stipendium Stiftung KULTURfonds; 2004 Stipendium der Käthe Dorsch Stiftung; 2006 Artist-in-Residence, Art Center Ratchaburi, Thailand; Artist-in-Residence, Lijiang-Studio, China, gefördert durch den Senat von Berlin, Int. Kulturaustausch; 2007 Organisation Kulturaustausch-Projekt „Coming Closer“, gefördert durch den Senat von Berlin, Int. Kulturaustausch; 2008 Organisation Kulturaustausch-Projekt „Another China“, gefördert durch Kunstfonds Bonn, IFA. Stipendium der Käthe Dorsch Stiftung; 2010 Artist-in-Residence, Yomoyama-so, Japan; 2009-11 Organisation Kulturaustausch-Projekt „The Banyan Tree“, gefördert durch IFA, Auswärtiges Amt, Deutsche Botschaft und Goethe Institut Bangkok; 2008–2014 diverse Workshops im Rahmen des Projektfonds Kulturelle Bildung; 2013 Kulturaustauschprojekt „Exotika 2013“ Berlin Art Week; viele Ausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.christinefalk.de

Walter Karberg (*1935 in Lübeck); Lehre und Arbeit als Zeichner und Retuscheur; Studium in Dortmund, Köln (Werkschule) und Bonn (Philosophie, Kunstgeschichte,Psychologie); Forschung, Lehre und Beratung für internationale Organisationen in afrikanischen Ländern; 1974 Professur an der FHSS Berlin; Aufbau eigener Werkstätten für Malerei, Zeichnen und Keramik; viele Ausstellungen vorwiegend in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.walter-karberg.de

Fumiari Ogawa (*1951 geboren in Fukushima, Japan); 1974–1978 Studium der Malerei an der Tokyo University of Art and Design; 1980–1986 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München, bei Prof. Fruhtrunk (Malerei) und Prof. Paolozzi (Bildhauerei); 1986 Meisterschüler, Diplom; 1986–1988 Assistent für Innenarchitektur an der Akademie München bei Prof. Lutz; 1986 Debütantenpreis der Kunstakademie München; seit 1988 freischaffend; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://fumiari-ogawa.de

Ute Vauk-Ogawa (*1957 in Jakarta); aufgewachsen in Burma und Afghanistan; 1984–1990 Studium der Bildhauerei, Akademie der Bildenden Künste München; 1990 Meisterschülerin, Diplom; 1995 und 2000 Anerkennungspreis der Nürnberger Nachrichten; 2002 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten und Arbeitsaufenthalt in Japan; 2000–2007 Atelierförderung des Kunstfonds Bayern und der Stadt München; seit 2008 Atelierförderung der Stadt Berlin; 2011/14 Projektförderung durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung; zahlreiche Ausstellungen vorwiegend in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.vauk-ogawa.de

Matthäus Thoma (*1961 in München), 1961 geboren in München, 1992–1998 Studium der Bildenden Kunst an der HdK Berlin bei Prof. Marwan; 1998 Stipendium der Akademie der Künste Berlin; 2000 Stipendium der Stiftung Kulturfonds; 2000–2001 Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin; 2001–2004 Gastdozentur an der Universität der Künste; 2002 Arbeitsstipendium des Bonner Kunstfonds e.V.; 2007 Kunstpreis Berlin, Förderungspreis Arbeitsstipendium; Konrad-Adenauer-Stiftung (Else Heiliger Fonds EHF); 2008 Lehrauftrag an der FH Oldenburg; Arbeitsstipendium des Senats für kulturelle Angelegenheiten, Berlin; Artist-in-Residence, torreão, Porto Alegre, Brasilien; 2009 Stipendium Bellevuesaal, Wiesbaden; 2012 Arbeitsstipendium der Hans und Charlotte Krull-Stiftung; viele Ausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.matthaeusthoma.de
 

Die Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der größten börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst zum 31. März 2014 insgesamt 150.900 Einheiten, davon 148.800 Wohneinheiten und 2.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnsiedlung Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.