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Berlin, 19.02.2014

27. Februar – 16. April 2014, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 26. Februar 2014 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Christoph Tannert
Künstlerhaus Bethanien, Berlin

Die Ölgemälde von Lovro Artuković sind direkt und unmittelbar. Seine großformatigen Gesichtsportraits kommen der Haut spürbar und jeder Unebenheit gnadenlos nahe. Es sind intime und genaue Seelenlandschaften, die den inneren Gefühlszustand offenbaren und den Blick der Betrachter in Bann ziehen. Die Präzision der Malerei, der Realismus der Körperdarstellungen lassen an Lucian Freud denken. Die Bildbühnen und Arrangements in den Gemälden sind dann wieder völlig anders. Mal komponiert er phantastisch-surreal Räume mit Projektionen, die sein Personal illuminieren, mal inszeniert er Portraits vor schwarzer industrieller Plastikplane, vor der sich die Körper kühl und hart absetzen.

Die Malerei von Ulrike Hogrebe gibt Rätsel auf. Sie nutzt Figurationen wie Versatzstücke oder Botschafter aus einer realen Welt, die sie in ihre Bildräume aus Schraffuren, Farbfeldern oder der scheinbar grenzenlosen Weite eines einfarbigen Fonds platziert. Höchstens den Hauch einer Erzählung liefern diese Objekte und Figuren. Losgelöst und beziehungslos stehen oder schweben sie in einem Niemandsland aus Farbe. Ob in der Luft schwebende Seiltänzer, Babypuppen, Häuser, Tische, Stühle, Hirsche und Pferde, losgerissene Köpfe, Hände, Beine und Füße oder männliche Gestalten, alle sind auf das Wesentliche einer reduzierten Typologie von Figuren und Objekten entsprungen. „Ulrike Hogrebe liebt das kleine und allerkleinste Format ihrer skurrilen, hintergründigen Figurationen, gewissermaßen die Miniatur der angedeuteten Ereignisse“ (Walter Aue).

Peter Lang ist ein Reisender in Sachen Kunst. Stets auf der Suche nach neuen, inspirierenden Landschaften und Lichtverhältnissen zieht es ihn samt mobilem Studio, untergebracht in einem verschiffbaren Container, mal nach Patagonien, mal nach Norwegen oder Spanien und zuletzt für eine Weile nach Island. Inspiriert von diesen neuen Eindrücken entstehen großformatige Gemälde und Zeichnungen. In der Ausstellung des GEHAG Forums sind große Zeichnungen zu sehen, die in Island entstanden sind. In den jeweils 80 x 120 cm großen Tuschearbeiten auf Büttenpapier zeigt Lang die ganze Palette von Wetterlagen und Landschaften aus, die er dort erlebt hat. Streng auf Schwarz und Weiß reduziert, gelingt es ihm, die Stimmung aus Licht, Wolken und Meer so eindrucksvoll einzufangen, dass der Betrachter sie im Geist zu einem farbigen Eindruck imaginiert.

Karl Menzen nimmt dem Stahl die Schwere und Widerborstigkeit. Mit seinen Skulpturen – mal mit korrodierender Oberfläche, mal mit rostfreiem und glatt poliertem Edelstahl – spielt er die ganze Klaviatur der Dichotomien von schwer und leicht, geschwungen und gerade, starr und flexibel. Sein Werk umfasst große Arbeiten für den Außenraum sowie kleine, vor allem mit poliertem Edelstahl gefertigte Skulpturen für den Innenraum. Formal lassen sich Verbindungslinien seiner Figuren, die kontrapunktisch Bewegung und Stillstand gleichermaßen verkörpern, sowohl zum Konstruktivismus wie auch zum Futurismus ziehen. Tanz, Kraft, Energie und Spannung sind Begriffe, die assoziativ mit seiner Formensprache verbunden sind. Ob Menzen Spiralen, Pfeile, oder geometrische Grundformen wie Kubus oder Kugel für seine Plastiken nutzt, immer kommt in ihnen eine vitale und kraftvolle Dynamik zum Ausdruck.

Die Gemälde von Dietrich Walther bestechen durch ihre glatten und perfekten Oberflächen, die die Spuren des malerischen Prozesses verbergen. Sie wirken entrückt wie Negative von Fotografien, sind verfremdet durch ihre Farbigkeit und die Fonds, auf denen die figurativen Motive stehen. Wie Botschafter der Erinnerung zeigen sie Szenen der privaten Geschichte oder Screenshots massenmedial verbreiteter Geschichten, wie die Ruinen aus Kriegsgebieten, die es in der Ferne zuhauf gibt. Stilisierung und Reduktion sind Mittel, die Walther in seiner Malerei anwendet. Geheimnisvoll in der Botschaft und kräftig in der Präsenz zugleich, fordern sie die Betrachter heraus.

Lovro Artuković (*1959 in Zagreb, Kroatien); 1979–1983 Akademie der Künste Zagreb, Grafische Abteilung, Diplom; 1983–1987 freischaffender Künstler und Grafikdesigner in Zagreb; 1987–1992 Dozent an der Schule für Angewandte Kunst und Design, Zagreb; 1992–1994 freischaffender Künstler und Grafikdesigner in Zagreb; 1994–2003 Dozent an der Akademie der Künste in Zagreb; Publikumspreis, Macht Kunst, Kunsthalle Deutsche Bank 2013; lebt und arbeitet seit 2003 als freischaffender Künstler in Berlin.

Ulrike Hogrebe (*1954 in Münster); 1978–1982 Studium an der Hochschule der Künste Berlin, u.a. bei Prof. Schoenholtz und Prof. Ohlwein; 1989 Stipendium des Berliner Senats; 1991 Stipendium Künstlerdorf Schöppingen; 1993 Stipendium Künstlerdorf Schloss Wiepersdorf; 1994 Deutscher Kunstpreis der Volks- und Raiffeisenbanken (4. Platz) und Daniel-Henry-Kahnweilerpreis (Auswahl); 1999 Stipendium Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop, Mecklenburg; 2003 Stipendium für Bildende Kunst des Landes Brandenburg; 2013 Kunstpreis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brandenburg; Initiatorin LAND(SCHAFFT)KUNST, Biennale – ein Dorf wird Galerie (www.land-schafft-kunst.de); zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und den Niederlanden; lebt und arbeitet in Neuwerder im Havelland sowie in Berlin.

Peter Lang (*1965 in Holzkirchen/ Oberbayern); 1987–1993 Studium der freien Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Rudolf Tröger und Prof. Jerry Zeniuk; 1998 Stipendium des Bayerischen Atelier-Förderprogramms; 2004 Kulturpreis Ostbayern; 2006 Arbeitsstipendium in Trondheim, Norwegen; viele Arbeiten in öffentlichen Sammlungen; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Gleißenberg (Oberpfalz).

Karl Menzen (*1950 in Heppingen, Rheinland-Pfalz); Studium der Werkstoffwissenschaften an der Technischen Universität Berlin (Dipl. Ing.); Ausbildung bei dem Bildhauer Volkmar Haase; seit 1986 freischaffend; viele Ausstellungen im In- und Ausland; Teilnahme an Wettbewerben und Symposien; Arbeiten im öffentlichen Raum in Berlin und anderen Städten Deutschlands; lebt und arbeitet in Berlin.

Dietrich Walther (*1959 in Wiesbaden); Studium der Anglistik und Publizistik in Göttingen und Berlin; seit 1983 künstlerische Tätigkeit zunächst im Bereich Fotografie, seit 1990 vornehmlich im Medium der Malerei; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland.
 

Die Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der größten börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst zum 30. September 2013 insgesamt rund 89.800 Einheiten, davon rund 88.700 Wohneinheiten und rund 1.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnsiedlung Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.