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Berlin, 07.05.2014

15. Mai – 03. Juli 2014, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 14. Mai 2014 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Christoph Tannert
Künstlerhaus Bethanien, Berlin

Günther-Jürgen Klein unternimmt in seiner Malerei eine Zeitreise zurück in die 1970er-Jahre und in eine Welt, geprägt von Film, Erotik und „halbseidenem“ und noch deutlich heterosexuell ausgerichtetem Milieu. In groß- wie kleinformatigen Ölbildern erzählt Klein die Geschichte von Michael Delaney, benannt nach Steve McQueens Rolle in dem Film „Le Mans“ von Steve L. Katzin. Allerdings entwirft er seinen Protagonisten in Anlehnung an die französisch-belgische Comicfigur Fantasio von dem Zeichner Franquin, eine Hommage eben nicht nur an den Film sondern auch an das popkulturelle Genre des Comics. Das aktuelle Weltgeschehen und das Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bieten Klein die Gelegenheit, Bezüge zu dramatischen Ereignissen des letzten Jahrhunderts einfließen zu lassen. Spielerisch verwebt er verschiedene historische Stränge zu einem Plot. Spione, ebenso wie der von Gert Fröbe verkörperte Schurke aus dem James Bond-Film „Goldfinger“, tauchen szenografisch auf im Personal seiner Geschichte. Klein zitiert die Struktur des Comic mit Frames und Sprechblasen und dennoch bleiben manche Tableaus eher skizzenhaft und wirken unfertig. Ein bewusst eingesetztes Stilmittel, um die Erzählung als Rekonstruktion deutlich zu machen. Mit solch einem geschlossenen Narrativ über das 20. Jahrhundert, Hollywood, Sex and Crime ist Günther-Jürgen Klein ein Solitär in der neuen Malerei.

Helga Lang feiert in ihren monochromatischen Bildserien die Farben Rot und Blau. Kontrapunktisch signalisieren die Serien mit den beiden Komplementärfarben heiß und kalt und wecken damit assoziativ Bezüge zu Feuer und Wasser. Das thematische Eintauchen in eine Farbe ist für die Künstlerin gleichzeitig wie eine Befreiung von der anderen. Sowohl geometrische Figuren wie Kreis und Kugel sind in verschiedenen Varianten im roten Werk erkennbar wie auch die spielerische Kombination beider. Der all over-Farbauftrag pendelt zwischen meditativer Leichtigkeit und einem harten Pinselschlag, der mitunter von der Künstlerin auf dem Malgrund stehend mit großem Pinsel am Stiel ausgeführt wird. In dem blauen Werk setzt sich die Künstlerin aus unterschiedlichen Perspektiven mit Wasser auseinander. Sie thematisiert die Turbulenz seiner Bewegung im Meer und die Gischt der Wellen. Andere Bilder muten an wie mikroskopisch vergrößerte Blicke auf mikrobische Spuren im Wasser. Um die Intensität der von ihr verwandten Farben zu erreichen, mischt die Künstlerin Acrylfarbe zusätzlich mit Farbpigmenten. Mit ihrer speziellen Maltechnik schichtet sie diverse Farbschichten übereinander – die Bilder beginnen zu leuchten.

Christine Niehoff ist eine multimediale Künstlerin, die in ihren Installationen auch Video und Malerei einsetzt. Beeinflusst von Science Fiction beschäftigt sie sich seit einigen Jahren mit der Figur Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltraum, der die Welt erstmalig aus ganz anderer und menschenfremder Perspektive und großer Distanz wahrgenommen hat. Mythos und Wahrheit, ideologische Verklärung, der gesellschaftliche Umgang damit, wie auch das Abenteuer an sich, interessieren die Künstlerin dabei ebenso wie der Aspekt zukünftiger Gestaltung von Gesellschaft. 2013 kamen die ersten Immobilienangebote für den Mars von einer niederländischen Firma. Die Arbeit Galaxy Homes untersucht in Form von teils fiktiven, teils auf realen Plänen basierenden Wohnungsangeboten, wie sich die Menschheit das Wohnen auf unserem Nachbarplaneten vorstellt. Von NASA-Plänen bis hin zu Science Fiction-Filmen der 1970er-Jahre reichen die Quellen für den Schaukasten der Wohnungsmakler auf dem Mars.

Ev Pommer arbeitet sowohl als Plastikerin als auch als Zeichnerin. Die traditionelle Büste beherrscht sie ebenso wie die freiere Skulptur mit verschiedenen Materialien wie Gips, Holz, Papier und Textil. In ihren filigranen und schwerelos wirkenden Objekten liegen Harmonie und Balancen im ständigen Wiederstreit mit Ausbruch, Störung und Verlagerung. Verletzlich und fein stehen und schweben sie im Raum oder hängen an der Wand. Ebenso feinnervig ist Pommers Spiel mit den Linien im grafischen Bereich, den sie mit Zeichnung, Mischtechnik und Linoldruck bestreitet. Formal reduziert und konzentriert gewinnen diese Arbeiten ihre Spannung aus dem scheinbar anarchischen Linienverlauf auf einem nahezu monochromen Fonds. Die Linien sind mal dick, mal dünn, bilden Verästelungen wie Blutgefäße im subkutanen Gewebe. Die so entstehende Struktur und die Schichtungen erinnern in manchen Fällen an über Jahrtausende geprägtes Gestein mit seinen vielfältigen Oberflächen.

Kata Unger beherrscht ein breites Spektrum an Ausdrucksformen. In ihren kleinen Tuschezeichnungen der Serie „Solstickmen“, benannt nach den schwedischen Streichhölzern, entwirft die Künstlerin Szenen voller surrealer Absurdität. Die Solstickmen gehen zum Fußball und hinterlassen die Stadionumgebung ebenso von zerknüllten Bierdosen übersät, wie es aus unserer Wirklichkeit bekannt ist. Unger lässt ihrer Fantasie freien Lauf und kombiniert munter und mit spielerischer Leichtigkeit verschiedenste Elemente und Objekte unseres Alltags. Die Realität, oder was wir dafür halten, ist bei ihr löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Bohrkerne fliegen in Ungers Welt wild durcheinander und aus den Löchern dringen Finger oder Hände wie auf der Suche nach einer anderen Wirklichkeit. In der Serie „Acid House“ umschwirren die Bohrkerne den einsamen Tänzer wie Compact Discs oder fliegende Untertassen. In der Malerei kombiniert Unger einerseits das Absurde mit Ornamentik und widmet andererseits z.B. den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua 2001 eine Serie kleiner Ölgemälde. In der Technik des Webens, aus waagerechten und senkrechten Linien, stellt Unger großformatige Bildteppiche her, in denen sie die aktuelle Wirklichkeit in einen modernen eigenen Bilderkosmos transponiert.

Günther-Jürgen Klein (*1955 in Karlsruhe), 1977–83 Studium Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe; 1982 Xaver-Fuhr-Stipendium; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://todinbaden-baden.de/

Helga Lang (*1961 in Bremen), 1983–88 Studium an der Hochschule für gestaltende Kunst und Musik, Bremen; Diplom im Studiengang Freie Kunst, Malerei, Grafik, Film; 1993 Geburt des Sohnes Nils; seit 2003 Dozentin an der Akademie Mode + Design, Hamburg; Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland; lebt und arbeitet in Hamburg. http://helga-lang.de/

Christine Niehoff (*1972 in Rheine, Westfalen), 1995–97 Vordiplom Malerei, HGB Leipzig; 1997–2000 BA (Hons) Fine Art (Painting), Glasgow School of Art; 1999 Experimental Film Studies, San Francisco Art Institute; 2002 Stipendium von Glasgow City Council; Stipendium des Scottish Arts Council; 2004 Artist in Residence in Leiden, Niederlande; Stipendium des Scottish Arts Council; 2004–06 MFA (Fine Art), Goldsmiths College, London; 2008 Artist in Residence, ArtistNe(s)t, Sinaia, Rumänien (Kulturstiftung Pro Helvetia); Artist in Residence, Associção Binaural, Nodar, Portugal (Portuguese Ministry of Culture); 2009 Artist in Residence, PACT (Centre for Performing Arts and Choreography), Essen; Painting Camp: Sampling Spaces, Muzeul National George Enescu, Tescani, Rumänien; 2010 Artist in Residence, Közelítés Art Society, Pecs, Ungarn; Artist in Residence, Associção Binaural, Nodar, Portugal; 2013 Goldrausch Künstlerinnenprojekt Art IT; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin und Potsdam. http://www.christine-niehoff.net/

Ev Pommer (*1968 in Wriezen, Brandenburg), 1986–89 Abendstudium der KHB im Fach Bildhauerei; 1989–94 Studium Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Baldur Schönfelder und Prof. Rolf Szymanski; 1990 Preisträgerin des Wettbewerbes „oltre il muro“ der Mailänder Akademie Brera; 1991–94 Stipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung; 1994 Diplom für Bildhauerei, Ernennung zur Meisterschülerin; 1994 Stipendium des DAAD für New York City; 1998–2002 Förderung durch das Werkvertragsprogramm des Berliner Senats; 2001 Förderung der Notgemeinschaft der Deutschen Kunst e.V. Berlin; 2004–05 Lehrauftrag für plastische Grundlagen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2007–10 Dozentin für Bildhauerei am Künstlerhaus Spiekeroog; 2008–12 Projekte an Berliner Grundschulen (finanziert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung);2010 Werkvertrag im Fach künstlerische Anatomie/Morphologie im Grundlagenstudium der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.evpommer.de/

Kata Unger (*1961 in Berlin), 1981–82 Studium der Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 1985–87 Assistentin bei dem Maler und Tapisseriekünstler K.H. Behtke; 1989 Gründung der Künstlergruppe S.C. Herz; 2007 Gründung des Projekts „German Tatami“ (zusammen mit Frank Diersch); Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.kata-unger.de/
 

Die Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der größten börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst zum 31. Dezember 2013 insgesamt 152.300 Einheiten, davon 150.200 Wohneinheiten und 2.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnsiedlung Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.