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Berlin, 13.05.2015

Anna Arnskötter, Ariane Boss,
Kerstin Grimm, Florian Pelka

21. Mai – 7. Juli 2015, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 20. Mai 2015 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen SE
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis
Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutsche Wohnen AG

Dr. Almut Hüfler
Literaturwissenschaftlerin

Anna Arnskötters bildhauerische Arbeiten aus Terrakotta sind architektonische Skulpturen. Der Charakter der Bauwerke, Gebäude und Behausungen changiert zwischen Tempeln und an Pyramiden erinnernde Anlagen sowie Türme und hermetisch verschlossenen Rundbauten. Diese strecken sich hoch empor und verheißen den Bewohnern eine dem Boden entrückte Sicherheit und bieten Ausblick auf die kommenden Bedrohungen. Es sind geheimnisvolle Architekturen, die die Fantasie der Betrachter beleben. Handelt es sich um Einsiedeleien zurückgezogener Misanthropen oder eher Wach-, Leucht- und Wassertürme? In manchen reliefartigen Wandarbeiten lässt Anna Arnskötter kleine, reduzierte und idyllische Landschaften entstehen, in die Gebäude, Brücken und Treppen integriert sind. Die Skulpturen zeigen weder Mensch noch Gesellschaft und animieren dennoch zur Reflexion über das Verhältnis des Einzelnen zur Welt.

Die Malerin Ariane Boss widmet sich in ihren farbenprächtigen großen Tableaus Flora und Fauna in überschwänglichem Maß, nicht ohne hier und dort zivilisatorische „Störungen" wie Fata Morganen mit Hinweisen auf Präsenz von Menschen bis hin zu deutlichen Zeichen einer industrialisierten Gesellschaft einzuflechten. Mitten in der Urwaldlandschaft sitzt ein Krokodil, getarnt mit einem Zebrakopf in einem kleinen und menschenleeren Boot, während der blutige Rumpf des Zebras im Urwaldgewässer treibt. Ist das die trügerische Idylle eines vermeintlich friedlichen Urwalds? Durch eine grüne Steppenlandschaft mit Berliner Stadtkulisse und halbdemontiertem Palast der Republik jagen Giraffen und Zebras, und im Bildvordergrund sind in loser Reihung PKWs plaziert, die unschwer als Trabant und Wartburg zu erkennen sind. Sind das die letzten DDR-Reminiszenzen in einer mit Hilfe von Abrissbirnen zu „blühender" Landschaft konfektionierten Szenerie?

Kerstin Grimm entführt die Betrachter ihrer Collagen und Skulpturen in geheimnisvolle Kulissen theatralischer Erzählungen, die von Kindern und Tieren beherrscht werden. Märchenhaft schön und diabolisch zugleich wirken die tiefernsten dämonischen Wesen. Babygesichter mit greisenhafter Anmutung in Gestik und Körperhaltung blicken uns schwermütig entgegen. Es scheinen verletzte und lädierte Gestalten eines vermeintlich arglosen Reichs der Kindheit und zeugen von der Brüchigkeit einer fabelhaften Welt, der wir mit neugierigem Interesse und auch leisem Schauer begegnen. Die Materialität der Mischtechnik aus Zeichnung, Collage und das Spiel mit vielen gestalterischen Elementen resultieren in wunderschönen Blättern voller Mysterien. Grimm evoziert mit ihren Bildern Geschichten im Kopf der Betrachter, die nicht allzu weit entfernt von den Erzählungen der großen Namensbrüder angesiedelt sind.

Die Gemälde von Florian Pelka zeigen ein großes Spektrum von Materialeinsatz und Bildinhalt. In dem fließenden, gerakelten oder bestäubten Untergrund und den blendenden Verläufen flüssiger Farbe sind die verschiedensten Motive eingeschrieben. Aus ihnen werden Settings komponiert, die sich einer eindeutigen Narration verweigern. Gegenständliches kommt hier vor wie Splitter verschiedenster Wirklichkeiten, die Pelka voller Freude und Begeisterung zu einem malerischen Exzess von großer Opulenz fügt. Nashorn trifft auf Discokugel, eine Treppe mit Geländer verliert sich im farbigen Ungefähr, während Vogelmasken tragende Figuren auf Balken lümmeln; schemenhafte Szenen in einem surrealen Farbraum. Piktogramme abstrahieren von der Natur, Klischeebilder des Menschen wie Models oder indische Tänzerinnen und tierische Freakfiguren wie ein kauernder Hasenmann konterkarieren die Darstellung menschlicher Existenz. Komplexe Panoramen gleich Prismen unserer heutigen, vielfach gebrochenen und neu aufgefächerten Erfahrungswelt.

Anna Arnskötter (*1961 in Greven/Westf.); 1980–1984 Studium der Bildhauerei an der Freien Akademie Nürtingen; 1993 Kunsthochschule Weißensee, Berlin; 1995 3. Bildhauerinnen-Symposium, Prösitz; 1997 Betonsymposium, Berliner Bildhauerwerkstätten; 1998 Internationaler Schneeskulpturenwettbewerb Nuuk, Grönland; 2000 Förderpreis der Darmstädter Sezession; 4. Symposium Kulmbach; 2002 Stipendium Sommeratelier Kunstverein Greven; 2003 Stipendium der Käthe-Dorsch-Stiftung, Berlin; Werkvertrag mit der Künstlerförderung des Landes Berlin; 2005 Translokationen, Architektur der Nomaden, Symposium, Potsdam; 2006 2. Preisträgerin Kreiselkunstwettbewerb Greven; seit 2012 Mitglied bei Xylon, BRD; 2013 3. Vogtländisches Grafiksymposium; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen vorwiegend in der BRD; lebt und arbeitet in Lentzke, Brandenburg.

Ariane Boss (*1972 in Bad Urach, Baden-Württemberg); 1990 Graduierung an der Wyomissing Highschool, USA; 1992 Abitur am Graf-Eberhard-Gymnasium Bad Urach; 1993 Studien- und Malreise in Lateinamerika; Aufenthalt in Dreux und Paris; 1994 Aufnahme an die Hochschule der Künste Berlin; 2001 Meisterschülerin von Wolfgang Petrick, Universität der Künste Berlin; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in BRD und Ausland; lebt und arbeitet in Falkenberg. www.arianeboss.de

Kerstin Grimm (*1956 in Oranienburg); 1974–1980 Studium Germanistik an der Humboldt-Universität, Berlin; 1977 Geburt des Sohnes Leo Seidel (heute Fotograf); 1980–1982 Abendkurse in Bildender Kunst im Berliner Kunstkolleg; 1984 Heirat mit dem Bildhauer und Maler Frank Seidel; 1993 Stipendium des Berliner Kultursenats; 1994 Stipendium Stiftung Kunstfonds; 1995 Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; 1998 Arbeitsstipendium in London mit Hilfe der Stiftung Kunstfonds; 2000 Preis der 6. Biennale für Kleinplastik in Hilden; 2001 Casa Baldi-Stipendium, Olevano, Italien; 1998/1999/2006 Entwürfe und Ausführung von Mosaiken in Berlin-Prenzlauer Berg, Halle, Berlin-Lichtenberg und Bremen; 2010 Dozentur für Zeichnen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg; 2011 Stipendium am CCA Andratx – Art Foundation Mallorca, Spanien; 2011 Dozentur für Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee (KHB) in Berlin; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in BRD und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.kerstingrimm.de

Florian Pelka (*1971 in Berlin); 1990–1991 Westafrika; 1991–1997 Studium Philosophie und Literaturwissenschaft an der FU Berlin (1. Staatsexamen); 1993–1994 Jahresstipendium des DAAD an der Universität Paris VIII, Philosophie/Ästhetik (Licence); 1994–2000 Bildende Kunst an der UDK Berlin (1. Staatsexamen), Klasse Georg Baselitz; 2001 Meisterschüler bei Prof. Baselitz; 1999–2001 Mitarbeiter an der UDK, unstgeschichte/Kunstwissenschaft; 2001–2005 Dozent für Visuelle Kommunikation, Mediadesign Hochschule; 2006–2007 Lehrauftrag für Malerei an der Berliner Technischen Kunsthochschule; 2011 Leitung der Malereiklasse am Schloss Rotenfels für die Kulturakademie, Stiftung Baden-Württemberg; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen vorwiegend in der BRD; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.florianpelka.de
 

Die Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Der Bestand umfasst zum 31. Dezember 2014 insgesamt 149.200 Einheiten, davon 147.100 Wohneinheiten und 2.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnsiedlung Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.