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Berlin, 22.07.2015

Oscer Pioppi, Hans Scheib

6. August – 2. Oktober 2015, Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Mittwoch, den 5. August 2015 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen SE
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Marko RosteckDeutsche Wohnen AG

Christoph Tannert
Geschäftsführer des Künstlerhauses Bethanien

Oscer Pioppi hat in seinem Künstlerleben mehrere Pseudonyme benutzt wie z.B. tOpPL, HOWart. Mit bürgerlichen Namen heißt er Harald Oskar Wilhelm Toppel. Für das Pseudonym Oscer Pioppi hat sich der Künstler letztlich entschieden. Pioppi bedeutet auf Italienisch Pappeln. Ursprünglich kam Pioppi aus der gegenständlichen Kunst, die er allerdings Ende der 1970er-Jahre in Richtung Abstraktion verließ. Viele seiner Papierarbeiten bestehen aus der Aneinanderreihung von Quadraten, Rechtecken oder kleinen Farbfeldern, die auf den ersten Blick wie Mosaike wirken oder die Assoziationen von enorm hochvergrößerten und sich allmählich auflösenden digitalen Bildmotiven oder von Textilgewebe wecken. Eine Reihe geschachtelter Rechtecke, individuell und keineswegs gleichförmig, fügt sich unter die andere, bis sie den gesamten Bildraum beherrschen. Es sind feinste Strukturen kleiner atomisierter Farbräume, die sich zu einem Tableau formieren und in den Farben sowohl kontrastreich wie zart changieren können. „Leise Rhythmik, die Perforierung einer Oberflächendehnung aus Farbflecken von unübersehbarer Fülle – das ist beunruhigend und betörend zugleich. Denn die Dichte des Vortrages und das Applizierte der Eintragungen folgen keinem System ablesbarer Ordnung. Eine Sprache ohne Syntax gehört nur sich selbst und ist, wie das Malen des Malens, allein dem Schönen gewidmet. Pioppi muss es irgendwo gefunden haben, vielleicht da im Süden des Cilentos, wo er sich am liebsten aufhält.“ (Michael Freitag) Da Pioppi nicht nur mit Tusche arbeitet, sondern auch collagiert und Bildelemente einklebt, firmieren viele seiner Arbeiten als Mischtechniken.

Hans Scheib beherrscht das ganze Spektrum der Holzbildhauerei. Seine Figuren können sowohl fein ziseliert mit geglätteten Oberflächen dem Betrachter entgegenstrahlen oder mit expressiver Wucht und deutlichen Spuren der Bearbeitung regelrecht anspringen. Eine Typologie verschiedener Frauen, Kinder mit Käthe-Kruse-Puppen, Künstlerpersönlichkeiten sowie Figuren aus der griechischen Mythologie bevölkern Scheibs Themenpark ebenso wie diverse Repräsentanten der Tierwelt. Neben klassischen Formen weiblicher Akte hat Scheib ebenso Portraits mit allen modischen Accessoires der Gegenwart mit Kettensäge und Meißel in Holz gearbeitet. In der großen Eingangshalle der Deutsche Wohnen AG steht die große vielteilige Skulptur „Vineta (Das Goldene Zeitalter)“. Eine Mädchenfigur mit erhobener Fackel fährt auf einem von einem Paar Hyänen gezogenen Streitwagen. Vineta ist das Atlantis der Ostsee, das der Sage nach aufgrund des Hochmuts und der Verschwendung seiner Bewohner im Meer versunken ist. Die Skulptur bietet sich an als perfektes metaphorisches Bild für die gegenwärtige Finanzkrise.

 

Oscer Pioppi (*1949 in Berlin-Johannisthal als Harald Oskar Wilhelm Toppel); 1966–1973 Handwerkslehre und Arbeit in verschiedenen Berufen, Musikschule, Abendabitur, Teilnahme an Kunstzirkeln, Grundwehrdienst; 1973–1978 Studium an der HfBK, Dresden; 1979–1989 tätig als freischaffender Maler und Grafiker in Ostberlin und seit 1990 in Berlin und Umland; 1986–1988 Dozent an der Bezirks-Kultur-Akademie, Berlin; 1993–1994 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds; 1994 Kunstpreis Berlin (Förderpreis Bildende Kunst); zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://oscerpioppi.blogspot.de

Hans Scheib (*1949 in Potsdam); aufgewachsen in Berlin; Schriftsetzer-Lehre, Abitur; 1971–1976 Studium der Bildhauerei, HfBK Dresden; ab 1976 freiberuflicher Bildhauer in Berlin/Ost; ab 1985 freiberuflicher Bildhauer in Berlin/West; 1995 Kunstförderpreis der Akademie der Künste, Berlin; 1. Preis beim Wettbewerb „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ mit Hella Rolfes, Christine Jackob-Marks und Reinhard Stangl (nicht realisiert); ab 2001 Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg; 2004 Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz; 2005 Bautzener Kunstpreis, 2014 Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung, Berlin; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin. http://www.hansscheib.de
 

GEHAG-Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 20er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietswohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung "Gläserne Kette". Zu Ehren Tauts befasste sich die erste Ausstellung des 1988 gegründeten GEHAG Forums mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstreams ist das GEHAG Forum in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.
 

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Der Bestand umfasst insgesamt 148.900 Einheiten, davon 146.800 Wohneinheiten und 2.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.