EmailMinusMobilPlusNavpfeilrunterNavpfeilrunter_weissNavpfeilhochNavpfeillinksNavpfeilrechtsNavpfeilrechts_blauNavpfeilrechts_weissBurgermenuDownloadflogo-HexRBG-Wht-58_2FaxTelefonDokumentStandortLoginEmail_invert Suche Element 1 Schliessen

Diese Website setzt eigene Cookies und Cookies von Drittanbietern zur Analyse des Nutzungsverhaltens und zur Reichweitenmessung ein. Mehr Informationen und Möglichkeit zur Deaktivierung.

Berlin, 22.09.2016

Harald Gnade, Lothar Seruset, Nicole Wendel

29. September – 18. November 2016

Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am

Mittwoch, den 28. September 2016 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Marko Rosteck, Unternehmenskommunikation
Deutsche Wohnen AG

Matthias Reichelt, Kulturjournalist

Die abstrakten Acrylgemälde von Harald Gnade sind von einer stofflichen Plastizität, die Lust auf eine haptische Begegnung machen. Von Beginn seiner künstlerischen Karriere faszinierten ihn „Eigenschaften einer sich künstlerisch äußernden Natur", wie er es in einer Selbstauskunft formulierte. Diese Faszination wurde zu einer stimulierenden Energie seines Werkes. Mit feinen wie auch flächigen Pinselstrichen schafft Harald Gnade komplexe Formationen, die mal an exotische Pflanzen und das andere Mal an mikroskopische Vergrößerungen zellularer Strukturen, Algen oder Korallen erinnern. Auch wenn ab und an breite und flächige Pinselstriche darunter sind, so wirken die Cluster aus der Distanz sehr fein verästelt und exakt wie fotografische Aufnahmen. Gnade arbeitet oft in Serien und gibt ihnen Titel wie „Arkadien", „Microflower", „Metamorphosis" oder „Rodin, die Wolken …". Damit legt er Spuren und eröffnet Assoziationsräume, oder besser -landschaften, ohne an einer figurativen Analogie festzuhalten. Vor monochromem Hintergrund oder leicht changierenden zarten Farbtönen schweben die aus Tausenden von Pinselstrichen gebildeten Cluster im Bildraum und erwecken die Illusion eines dreidimensionalen Körpers.


Lothar Seruset ist ein klassischer Bildhauer, der seine Skulpturen und Reliefs aus dem Holz haut und sie anschließend bemalt. Es sind figurative Arbeiten, die auf den ersten Blick völlig absurd erscheinen; Dinge werden aufeinandergetürmt und die Gesetze von Schwerkraft, Balance und Größenordnung märchenhaft außer Kraft gesetzt. Welt, Tier, Mensch und Objekte werden von Seruset ins Verhältnis gesetzt. Die Beziehungen zwischen den Dingen und dem Menschen, Macht und Ohnmacht sowie die gegenseitige Abhängigkeit werden hier ebenso buchstäblich greifbar, wie die Kritik an Fehlentwicklungen lesbar. Man könnte die Skulpturen als allegorische Bilder über den Zustand der Welt bezeichnen, die ein Nachdenken über das Ich in der Welt evozieren. Serusets Holzskulpturen sind wie die eingefrorenen Momente aus einer größeren Erzählung und animieren zu ganz eigenen Betrachtungen. Sie verleihen Serusets Skepsis über den Stand der Dinge und den Gang der Welt Ausdruck und sind dennoch Solitäre von großer poetischer Kraft.


Nicole Wendel ist eine multimedial arbeitende Künstlerin, deren Werk sich über die Bereiche Zeichnung, Fotografie, Performance und Video erstreckt. Die Ausstellung konzentriert sich auf den Schwerpunkt ihrer Zeichnungen. In ihren großformatigen Panoramalandschaften setzt sie das Zeichnen in seiner ganzen Bandbreite an Möglichkeiten ein und lotet innerhalb dessen das Gegenständliche versus dem Gestischen aus. Die abstrakten Strukturen mögen wie Störungen oder gar Zer-Störungen eines realistisch anmutenden Landschaftsbildes wirken; dabei entstehen jedoch vielschichtige inhaltliche und formale Bedeutungsebenen. In den aktuellen Performances bearbeitet Nicole Wendel große Tafeln mit Kreidezeichnungen konkreter Landschaften mit dem ganzen Körper. Die Handlung an sich sowie die Spuren ihrer Bewegungen öffnen den Blick für das Vergängliche wie auch das daraus entstehende Neue.


Harald Gnade (1958* Niedersachsen); 1978–1982 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt/Main bei Thomas Bayrle und Peter Kubelka; 1982–1986 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Wolfgang Ramsbott, Hans Förtsch und Hermann Wiesler; 1986 Diplom; 2008–2014 Dozent an der Akademie für Malerei Berlin; 2011 Dozent an der Kunstfabrik Wien; 2012–2014 Lehrauftrag für Malerei an der Akademie für Malerei Berlin; Mitglied im Deutschen Künstlerbund; Einzel- und Gruppenausstellungen vorwiegend in Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin und Palermo.
www.haraldgnade.de

Lothar Seruset (*1956 in Ulm); 1980–1983 Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg; 1983–1988 Hochschule der Künste Berlin, Meisterschüler bei Prof. Joachim Schmettau und Prof. Edvins Strautmanis; 1988–1989 DAAD-Jahresstipendium für die Niederlande/Amsterdam; 1993–1995 Karl- Hofer-Stipendium Berlin; 1999 3. Preisträger IG Metall-Wettbewerb, Frankfurt a. M.; 2000 Realisierung einer Marienfigur und einer hl. Klara für die St. Klara-Kirche in Ulm; 2006 Arbeitsstipendium Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop; 2007 Organisation der Ausstellung „water_please", das Schaufenster, FH Potsdam, Kunstverein Ulm; 2009 Bildhauersymposium Holzart 13, Kronach; 2011 Bildhauersymposium Goldenstedt, Abenberg; Einzel- und Gruppenausstellungen vorwiegend in Deutschland; lebt und arbeitet in Lentzke bei Berlin.
www.galerie-tobias-schrade.de/kuenstler/lothar-seruset

Nicole Wendel (*1975 in Karlsruhe); 1995 einjähriger Aufenthalt in den USA; 1997–2004 Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste [ab 2001 UdK], Berlin; 2000 Erasmusstipendium an der Ecole des Beaux Arts, Paris; 2002 Reise nach Indien; 2004 Meisterschülerin von Prof. Leiko Ikemura; 2004–2007 Studium Großfach Bildende Kunst an der UdK, Berlin; 2007 Staatsexamen Großfach Bildende Kunst; 2008 Alice-Salomon-Preis, Reise nach Neuseeland; Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Frankreich; lebt und arbeitet in Berlin.
www.nicolewendel.de

 

GEHAG Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 20er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietswohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung "Gläserne Kette". Zu Ehren Tauts befasste sich die erste Ausstellung des 1988 gegründeten GEHAG Forums mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstreams ist das GEHAG Forum in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasst zum 30. Juni 2016 insgesamt 160.100 Einheiten, davon 158.600 Wohneinheiten und 2.200 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.