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Berlin, 08.03.2016

Ernst Baumeister, Josef Lang,
Peter Lang, Anett Münnich

17. März – 03. Juni 2016
Mo – Fr 9 – 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung am

Mittwoch, den 16. März 2016 um 19 Uhr

laden wir Sie herzlich ein in das
Foyer der Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:

Marko Rosteck, Deutsche Wohnen AG
Matthias Reichelt, Kulturjournalist

 

Ernst Baumeister ist Bildhauer und Zeichner. Thematisch durchdringen manche Motive technikübergreifend sein Werk. So hat er sich als Bilderhauer in Holz mit dem Beinkleid des Mannes beschäftigt und das Thema ebenso zeichnerisch durchgearbeitet. Der Prozess der Reduktion des Materials bis hin zur allmählichen und buchstäblichen Durchdringung oder auch Perforation beschäftigt Baumeister seit längerem. Existente und massive Madonnenskulpturen, die er auf dem Flohmarkt fand, hat er so lange mit Bohrern und Schleifern bearbeitet, bis nur eine luzide und nahezu transparente Figur übrigblieb. Einen ähnlichen Prozess hat er bei den neuen Arbeiten mit Papier durchgeführt. Das Papier traktiert er mit Hitze und Nadel und fügt dem Material so Verletzungen bei und reduziert es in ähnlicher Weise wie ein Bildhauer, der von dem Stein- oder Holzkörper allmählich Stücke herausmeißelt. Am Ende nimmt der Betrachter die Verletzung nicht auf den ersten Blick wahr, denn Baumeister lässt mit Perforationen und Farbe reizvolle geometrische Abstraktionen entstehen. Durch die leichte Erhabenheit an den Rändern der „Verletzung“ erhalten die Blätter eine räumliche und skulpturale Dimension.  

Josef Langs große blaue Skulptur begrüßt die Besucher bereits vor dem Verwaltungsgebäude der Deutsche Wohnen AG. Überlebensgroße Holzfiguren von Josef Lang stehen vor allem in Süddeutschland in einigen Städten im öffentlichen Raum. Es sind bedächtig beobachtende Gestalten, sie scheinen nachdenklich innezuhalten und zu räsonieren über den Gang der Dinge. Wenn Josef Lang seine Figuren mit Kettensäge aus dem Holz formt, ist das ein martialischer Akt,  bei dem nicht nur Späne, sondern auch größere Holzstücke abgetragen werden. Es entsteht ein Reservoir an Restmaterial, dem sich Josef Lang in seinen neuen Arbeiten annimmt. In der Umkehrung des Prozesses gestaltet er „plastisch“ nicht durch Subtraktion sondern durch ein additives Verfahren und fügt passende Holzelemente zu Skulpturen, die vage an Berglandschaften, Gletscher und Kristallformationen erinnern, oder auch mit einem gewissen Abstraktionsgrad eine an den Menschen angelehnte Figürlichkeit annehmen können. Ebenso wie die großen Skulpturen werden diese neuen Plastiken anschließend bemalt.

Peter Lang ist Maler und Bildhauer. Er wird in der Ausstellung mit sehr frühen kleinformatigen Gemälden und brandneuen Plastiken vertreten sein. Sein malerisches Werk ist im höchsten Grad naturverbunden. Motivisch speist es sich aus den Landschaftseindrücken, die Lang auf seinen Reisen bis z. B. nach Patagonien gewinnt. Längere Aufenthalte verbringt Lang in seinem Mal- und Wohncontainer, lebt inmitten seiner Motive und saugt sie regelrecht auf. Sein Werk umfasst eine Spannbreite von naturalistischer Figürlichkeit bis hin zur allmählichen formalen Auflösung in die Abstraktion. Im GEHAG-Forum werden nun Werke aus der realistischen Phase zu sehen sein, der er sich in den 1980er- und 1990er-Jahren verschrieben hatte. Erdige Farben, gedecktes Grün geben den menschenleeren Landschaften mit Hügeln, Bergen und Wäldern eine stark romantische und melancholische Stimmung. Als Bildhauer formt er seine Stelen konstruktiv konkret. Sie schlagen die Brücke zu den großformatigen Holzschnitten, die bereits im GEHAG-Forum gezeigt wurden.

Anett Münnichs Malerei ist nie „nur“ Malerei, sondern beinhaltet weitere Techniken, die die Künstlerin heranzieht. Mit der Kombination von Druck, Zeichnung, Collage und Malerei – das ließe sich auch als Farbflächencollage definieren – setzt sie viele Farbschichten aufeinander. Die Natur mit ihrer vielfältigen Vegetation bestimmt einen großen Teil von Münnichs Werk. Die Motive wie Blattwerk, Äste, Moos, Farne und Waldlandschaften gestaltet sie zu fast undurchdringlichen, labyrinthischen Strukturen, die sowohl filigrane als auch flächige Partien haben. Die intensiven und vielfältigen Farben gebraucht sie in vielen Schattierungen in den Bildern, die im Endzustand an die exotische Buntheit von Dschungel und Urwald erinnern. Die Ausschließlichkeit von Struktur und Fläche lassen die Bilder als Abstraktion wirken, die sich bei längerer Betrachtung nahezu völlig von ihren eigentlichen Motiven lösen und zu einem imposanten Spiel von Farbe, Licht und Linien geraten. Auch bei ihren Hochdruck- und Papierschnittarbeiten setzt Münnich auf die Wirkung der Verdichtung. In den Papierschnitten, die auf Landkarten basieren, eliminiert sie alle belassenen Naturflächen und erhält so eine Kartografie des menschlichen Eingriffs bzw. der „Landnahme“, wie der Serientitel lautet.

Ernst Baumeister (*1956 in Duisburg); 1977–1982 Studium Grafik u. Industriedesign an der Fachhochschule Krefeld; seit 1979 Mitglied des BBK Ruhr; 1982 Gründung der Künstlergruppe „Streichquartett" mit Robert Bosshard und Rainer Bergmann; 1989–1993 Lehrauftrag für Holzbildhauerei an der HdK Berlin; Arbeiten im öffentlichen Raum; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet seit 1987 in Berlin. http://www.ernstbaumeister.de

Josef Lang (*1947 in Bad Tölz); 1964–77 Kaufmännische Ausbildung und Tätigkeit; 1977 Steinmetzlehre; 1979–86 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München; Meisterschüler bei Prof. Erich Koch; 1985 Stipendium Accademia di Carrara; 1986 Gründung der »Werkstätten Bereiteranger 15«; 1987 Arbeitsaufenthalt Villa Azad, Rom; 1998 Kunstpreis der Sparkasse Nördlingen; 2007 Preis des Kunstvereins beim 9. Kunstfrühling Bad Wörishofen; 2009 Hubert-von-Herkomer-Preis Landsberg am Lech; 2011 Kunstpreis der Stadt Bad Wörishofen beim 11. Kunstfrühling; 2015 Ehrenpreis des Kunstvereins Bad Wörishofen beim 13. Kunstfrühling; viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet als freischaffender Bildhauer in München und Denklingen (Kreis Landsberg a. Lech). http://www.joseflang-bildhauer.de/

Peter Lang (*1965 in Holzkirchen, Oberbayern); 1987–1993 Studium der freien Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Rudolf Tröger u. Prof. Jerry Zeniuk; 1998 Stipendium des Bayerischen Atelier-Förderprogramms; 2000 Malreise nach Navarra, Spanien; 2004 Kulturpreis Ostbayern; 2006 Arbeitsstipendium in Trondheim, Norwegen; 2007–2009 Bleckenau bei Füssen, Ammergebirge; 2010–2011 prc (mobiles Container-Atelier) Patagonien, Chile; 2012– 2013  prc (mobiles Container-Atelier) Snaefellsjokull, Island; viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet freischaffend in der Oberpfalz. http://www.peter-lang.info

Anett Münnich (*1961 Königsee/ Thüringen); 1984 technisches Diplom TH Köthen; 2000–2012 Studien und Seminare bei verschiedenen deutschen und österreichischen Malern und Weiterbildung an der Kunstakademie Bad Reichenhall; seit 2005 freiberuflich künstlerisch tätig; 2007–2009 Studienreisen Nürnberg, Hamburg, Lübeck; zwischen 2005 und 2015 mehrfache Teilnahme am Deutsch-Polnischen Künstleraustausch; 2010 Studienreise nach New York; 2011 Studienreise nach Italien; 2012 Studienreise nach Paris; seit 2012 Entwicklung und Leitung des Projektes „Kunst trifft Gesundheit“ für die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern; 2013 Ersten Berliner KUNSTSTÜCK-Kunstpreis; seit 2014 Studium an der Akademie für Malerei in Berlin; 2015 Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop; 2015 nominiert für den Josef-Müller-Pauli-Gedächtnispreis; viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Mittenwalde und Berlin. www.anett-muennich.de

 

GEHAG-Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 20er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietswohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung "Gläserne Kette". Zu Ehren Tauts befasste sich die erste Ausstellung des 1988 gegründeten GEHAG Forums mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstreams ist das GEHAG Forum in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.

 

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasst zum 30. September 2015 insgesamt 149.100 Einheiten, davon 147.000 Wohneinheiten und 2.100 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist im MDAX der Deutschen Börse gelistet und wird zudem in den wesentlichen Indizes EPRA/NAREIT und GPR 100 geführt.