EmailMinusMobilPlusNavpfeilrunterNavpfeilrunter_weissNavpfeilhochNavpfeillinksNavpfeilrechtsNavpfeilrechts_blauNavpfeilrechts_weissBurgermenuDownloadflogo-HexRBG-Wht-58_2FaxTelefonDokumentStandortLoginEmail_invert Suche Element 1 Schliessen

Diese Website setzt eigene Cookies und Cookies von Drittanbietern zur Analyse des Nutzungsverhaltens und zur Reichweitenmessung ein. Mehr Informationen und Möglichkeit zur Deaktivierung.

Berlin, 24.08.2016
  • 4-stündige Führung verknüpft erstmalig drei Siedlungen der Moderne: Reichsforschungssiedlung Haselhorst, Ringsiedlung Siemensstadt und Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord.
  • Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Tour beginnt in der Gewobag-Museumswohnung in Haselhorst, mit der U-Bahn geht es weiter zum UNESCO-Welterbe Ringsiedlung Siemensstadt der Deutschen Wohnen. Zum Abschluss können Interessierte Scharouns Atelierwohnung am Heilmannring in der Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord kennenlernen. Stadtführer und Buchautor Michael Bienert sowie Architekt und Hochschullehrer Thomas M. Krüger sind ausgewiesene Experten für Architekturführungen und leiten die 4-stündige Tour. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Tag des offenen Denkmals | „Siedlungen der Moderne“ der Deutsche Wohnen und Gewobag

Leitung der Führung: Michael Bienert und Thomas M. Krüger

Samstag, 10. September 2016, 13 bis 17 Uhr

Treffpunkt: Museumswohnung in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst • Burscheider Weg 21 • 13599 Berlin (Spandau)

Eine Anmeldung für die Führung ist erforderlich bis zum 31. August (Janine Kühnold, Telefon 4708-1541 oder j.kuehnold(at)gewobag.de)

Die Museumswohnung ist zusätzlich am 10. September von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Für den Besuch ist keine Anmeldung nötig.

Alle Angebote sind kostenfrei.

 

1. Station Haselhorst: Innovatives Wohnen anno 1935

An der bis 2014 denkmalgerecht modernisierten ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst waren unter anderem Bauhausgründer Walter Gropius und namhaften Architekten wie Paul Mebes und Otto Bartning beteiligt. Zur offiziellen Fertigstellung 1935 wurden in Haselhorst mehr als 3.400 Wohnungen für rund 12.000 Menschen fertiggestellt. Wegen der großen Wohnungsnot war das Ziel des „Neuen Bauens“, möglichst praktische und platzsparende Grundrisse für das Leben von einkommensschwachen Familien zu entwickeln. Ergebnis waren staatlich geförderte Wohnungen, in denen der knappe Raum optimal ausgenutzt wurde.

Die heutige Museumswohnung plante Architekt und Stadtplaner Fred Forbát als Kleinstwohnung mit 45 Quadratmetern Wohnfläche für eine Familie mit zwei Kindern. Die Besucher erwartet viel Originalsubstanz: Holztüren mit den originalen Klinken und Türzargen, ein Türspion, Terrazzoböden in Bad und Küche, in den Zimmern historische Holzdielen mit ochsenblutrotem Anstrich. Das dazu passende Mobiliar aus der Bauzeit wurde neu beschafft, darunter eine historische Kochmaschine, eine Kurzbadewanne, ein Badeofen und sogar Vorhangstoffe und Bettwäsche aus den 1930er-Jahren.

Veranstaltungstipp: Lesung mit Lichtbildvortrag zum Thema „Moderne Baukunst in Haselhorst“ von Buchautor Michael Bienert anlässlich der Neueröffnung der Stadtteilbibliothek Haselhorst
(9. September, 19 Uhr •  Haselhorster Damm 1, 13599 Berlin)

 

2. Station Ringsiedlung Siemensstadt: Facetten der Neuen Sachlichkeit

Die Ringsiedlung Siemensstadt entstand in den Jahren 1929 bis 1934 unter Mitwirkung der Architekten Otto Bartning, Fred Forbát, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul-Rudolf Henning und Hans Scharoun, die alle der progressiven Vereinigung „Der Ring“ angehörten. Vor diesem Hintergrund erhielt die Siemensstadt den Namen Ringsiedlung. Die Arbeitsgemeinschaft der Architekten wurde von Stadtbaurat Martin Wagner geleitet. Er gab jedem Architekten die Möglichkeit, seine individuelle Interpretation des neuen sozialen Bauens unter großstädtischen Bedingungen umzusetzen.

Jeder Architekt plante einzelne Häuserzeilen. In der Siemensstadt entwickelte sich ein vielgestaltiges Siedlungsbild: vom Funktionalismus von Gropius über die Raumkunst Scharouns bis zum organischen Formenreichtum Härings wird die ganze Spannbreite des „Neuen Bauens“ sichtbar. Weg vom starren funktionalistischen Zeilenbau wurde der Fokus auf eine ungezwungene Raumgliederung gerichtet, die den natürlichen Gegebenheiten der Umgebung entspricht. Mit ihren sozialen und sanitären Funktionen wurden die Freiräume der Siemensstadt in den 1920er-Jahren als Ausgleich zu den schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen verstanden. Heute gehört die Ringsiedlung Siemensstadt mit rund 2.800 Einwohnern zu einem der größten Wohngebiete Berlins.

 

3. Station Charlottenburg-Nord: Wohnhöfe im Grünen

Die Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord mit annähernd 4.000 Wohnungen für 12.000 Menschen entstand von 1956 bis 1961. An der Planung war erneut Hans Scharoun maßgeblich beteiligt. Bauträger waren im Wesentlichen die Wohnungsbaugesellschaften GSW (westlich des Halemwegs) und Gewobag (östlich des Halemwegs). Hans Scharoun selbst zog 1960 in ein Künstleratelier im achten Stock eines Wohnblocks am Heilmannring. Er zählt zu den wenigen Architekten, die selbst in eine Großsiedlung, die sie geplant haben, eingezogen sind. Insgesamt gab es sogar drei großzügige Atelierwohnungen im Viertel. Sie waren Teil von Scharouns Idee der „Wohngehöfte“ und der Mischung: Alle sozialen und beruflichen Schichten sollten in seinen Häusern ihren Platz finden.

 

Das Motto des Tages: „Gemeinsam Denkmale erhalten"

Der Tag des offenen Denkmals bietet „Geschichte zum Anfassen“: Jedes Jahr im September öffnen in Deutschland historische Bauten und Stätten ihre Türen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. 2014 haben über 4,5 Millionen Besucher in ganz Deutschland mehr als 8.000 Denkmäler besichtigt. Das Motto 2016 lautet „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Es lehnt sich an den Vorschlag des Europarats an, dass sich die European Heritage Days schwerpunktmäßig dem überregionalen Motto „Heritage and Communities“ widmen sollen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Arbeit für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes.

 

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasst zum 30. Juni 2016 insgesamt 160.800 Einheiten, davon 158.600 Wohneinheiten und 2.200 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.

Kontakt
Manuela Damianakis
Leiterin Corporate Communication & Public Affairs
Deutsche Wohnen AG
Mecklenburgische Str. 57
14197 Berlin
Telefon 030 / 897 86 5400
Telefax 030 / 897 86 5409
manuela.damianakis(at)ag.deuwo.com

 

Gewobag

Die Gewobag ist eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland mit rund 58.000 eigenen Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerbeeinheiten in Berlin. Spezielle Serviceleistungen, unter anderem für Senioren, ergänzen das Angebot. Der Immobilienbestand der Gewobag steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für die Gewobag bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte gleichermaßen wichtig. Mit der Gründung ihrer Stiftung Berliner Leben im Jahr 2013 übernimmt die Gewobag als städtisches Unternehmen in einem besonderen Maße Verantwortung für die kontinuierliche und nachhaltige Quartiersentwicklung in vielen Bezirken Berlins. Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht die Förderung gleichberechtigter Partizipation und interkultureller Integration. Berliner Leben fördert Kunst, Kultur und Sport sowie Projekte für Jugendliche und Senioren.

Kontakt
Josiette Honnef
Pressesprecherin
Telefon 030 4708-1513
Telefax 030 4708-1520

Dr. Gabriele Mittag
Stellvertretende Pressesprecherin
Telefon 030 4708-1525
Telefax 030 4708-1520

presse(at)gewobag.de