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Berlin, 19.02.2019

Silke Bartsch, Peter Torp, Teresa Wiesehöfer, Ireen Zielonka

28. Februar - 10. Mai 2019
Mo - Fr 9 - 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie ein
am Mittwoch, den 27. Februar 2019 um 19 Uhr

in das Foyer der Deutsche Wohnen SE
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis, Leiterin Unternehmenskommunikation, Deutsche Wohnen SE
Dr. Helen Adkins, Kunsthistorikerin

Von Silke Bartsch werden Linolarbeiten zu sehen sein. Helle Linien auf dunklem Untergrund, die eher in der Abstraktion verbleiben und sich nur manchmal andeutungshaft zu einer minimalisierten Landschaftsszene formen. Parallel gravierte Spuren, die über dunkle Felder kurven, Schraffuren, die wie Spinnennetze im Raum schweben und einen Augenblick wie 3D-generierte Strukturen fremder Objekte erscheinen. Silke Bartschs Bilder, ob auf Linol oder in der Malerei, sind in ihren eigenen Worten als „utopische Architekturen und Architekturfragmente“ zu begreifen. „Es sind Orte und Nicht-Orte zugleich, die um den Begriff des Bildes kreisen. Vertraut und doch auch fremd laden sie dazu ein, sich offenen Auges im Bildraum zu verlieren. Gebäude, Außenräume, Innenräume und gelegentlich Landschaften werden aufgefächert, verzahnen sich mit- und ineinander zu etwas Neuem.“

Peter Torp ist in der Ausstellung mit einer Serie von Aquarellen aus dem Jahr 2008 vertreten, in der Bild und Texte kombiniert sind. Die von Torp verwandten Texte basieren auf dem „tractatus logico philosophicus“ von Ludwig Wittgenstein, der sich in seiner Arbeit u.a. mit der Grenze zwischen Denken und Sprache befasste. Torps sowohl als Sprach- wie auch als Bildrätsel beschreibbaren Arbeiten verbinden U- mit E-Kultur, verweisen zitatartig visuell und auch sprachlich auf diverse klassische Positionen in der Kunstgeschichte bis hin zum Comic. Genüsslich ermuntert er die Betrachter nicht nur zur Entschlüsselung der Texte, sondern auch dazu, die assoziativen Verbindungen zwischen Text und Bild herzustellen. Seine Methode des nachvollziehbaren Buchstabenaustausches ermöglicht es, den originalen Text Wittgensteins wieder herzustellen.

Teresa Wiesehöfer arbeitet skulptural mit Holz und Ton, ist aber vorwiegend als Malerin und Zeichnerin tätig. Im GEHAG FORUM wird sie aquarellierte Landschaften und Zeichnungen mit Graphit und Kohle ausstellen. In ihren Bildern entwirft sie traumwandlerische Landschaften und fantastische Geschichten, geheimnisvoll, anziehend und düster zugleich. Die thematische und motivische Vielfalt in den Graphit- und Kohlezeichnungen umfasst Naturobjekte wie vegetative Formen wie Blätter, Bäume und Blüten ebenso wie auch schon mal abstrakte Formen, Studien und Fingerübungen, die aber auch hier manchmal wie spielerisch in Ansätze von Figuration und Geschichten übergehen können. Mal mit dünnem Strich, mal mit dicken Schraffuren versehen, spürt Teresa Wiesehöfer in ihren Arbeiten nachdenklicher und durchaus melancholischer Stimmung nach.

In Ireen Zielonkas Feder- und Tintenzeichnungen auf meist sehr großen Blättern geraten die Verhältnisse ins Tanzen. Da können Menschen und Architektur zu merkwürdigen Apparaten verschmelzen, die an Schreibmaschinen erinnern oder die Schwerkraft wird kurzerhand außer Kraft gesetzt. Es sind surreale Bildwelten mit hyperrealistischer Manier gezeichnet und dann durch merkwürdige und auch atemberaubende Perspektiven zu geheimnisumwobenen und fremden Szenen generiert. Zusätzlich verfremdet Zielonka ihre Motive, indem sie sie vertikal spiegelt, verzerrt und verflüssigt. Mit großer Perfektion widmet sie sich der steinernen und stählernen Materie, mit denen der Mensch sein Spiel treibt. Oder ist es eher umgekehrt, und der Mensch wird zu einem Spielball der Materie? Mit aus den Fugen geratenen Größenverhältnissen setzt Zielonka ihr surreales Spiel fort, wodurch ihre akribisch genau gestalteten Bilder manchmal karikaturhafte Züge bekommen.

Peter Torp

Ireen Zielonka

Silke Bartsch

Teresa Wiesehöfer

Silke Bartsch (*1963 Osnabrück); 1987–1988 Architekturstudium, Universität Hannover; 1988–1993 Visuelle Kommunikation, Fachhochschule Düsseldorf / Diplom Design, Schwerpunkt Malerei; 1993–1994 Malerei, Kunstakademie Düsseldorf; 1997–1998 Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin; 2005 Projektplanung und Durchführung des Kunstevents „Mosaik 148” (Mallorca); 2008–2011 Lehrauftrag für Künstlerische und Gestalterische Grundlagen, Fachschule des Berlin-Brandenburgischen-Bildungswerks, (Potsdam); seit 2010 Lehrauftrag für Künstlerische Grundlagen, Lazarusschulen (Berlin); Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.silkebartsch.de

Peter Torp (*1954 Bühnsdorf/ Kr. Segeberg); 1992–1999 Kunststudium an der Muthesius-Hochschule in Kiel bei Fritz Bauer, Renate Anger, Thomas Wörgötter; 1999 Nord-West-Lotto Stipendium „Junge Kunst in Essen“, Rotaryprojekt im Kunsthaus Essen; 2002 Stipendium Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde; 2003 Jahresstipendium Künstlerhäuser Worpswede; 2014 Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.rehbein-galerie.de

Teresa Wiesehöfer (*1979 Warendorf) aufgewachsen in Westfalen und Süddeutschland; 1999–2000 Hospitanz an den Bühnen der Stadt Köln, Bühnenbild; 2000–2007 Studium der freien Kunst in Offenbach am Main und Antwerpen; 2009–2012 Ausbildung zur Alexander-Technik-Lehrerin in Berlin; neben wenigen Ausstellungen vorwiegend in Berlin, wahrt Teresa Wiesehöfer eine gewisse Distanz; lebt und arbeitet in Berlin.
www.teresawiesehöfer.com

Ireen Zielonka (*1981 Berlin); 2003-2007 Studium der Museologie, abgeschlossen als Jahrgangsbeste mit einer Abschlussarbeit über die philosophische Frage: „Why is there something and not nothing?“; 2004 Kunststipendium im Museumsquartier/ Wien;  2016 Kunststipendium beim AADK  Centro Negra, Spanien. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.ireenzielonka.com


GEHAG Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 1920-er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietwohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung „Gläserne Kette“. Zu Ehren Tauts befasste sich eine der ersten Ausstellungen des 1988 gegründeten GEHAG FORUMs mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstream ist das GEHAG FORUM in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.


Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasste zum 30. September 2018 rund 165.700 Einheiten, davon 163.100 Wohneinheiten und 2.600 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.