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28.06.2018

ENTWEDER UND

Ellen Keusen, Lutz Koebele-Lipp, Eva-Maria Schön, Bernhard C. Striebel, Nanaé Suzuki

13. Juli - 14. September 2018
Mo - Fr 9 - 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie ein 
– diesmal ausnahmsweise – 
am Donnerstag, den 12. Juli 2018 um 19 Uhr

in das Foyer der Deutsche Wohnen SE
Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin

Es sprechen:
Manuela Damianakis, Leiterin Unternehmenskommunikation, Deutsche Wohnen SE
Dr. Dorothée Bauerle-Willert, Kunsthistorikerin
 

 

Ellen Keusen arbeitet mit dem Medium Zeichnung. In ihren oft über einen längeren Zeitraum angelegten Werkgruppen verbinden sich ausschweifende Erfindung und Versuchsanordnung, die Energie der Linie mit der Darstellung von Lebewesen und vegetabilen Formen. Fragil und bestimmt zugleich spüren diese Zeichnungen Transformationsprozessen nach, sind Fließ- und Grenzfiguren des anschaulichen Denkens, die im Akt des Zeichnens erst erkundet werden. 

In unterschiedlichen Materialien, mit Humor und in überraschender Kombination, entstehen die Strukturen von Lutz Koebele-Lipp. Seine Objekte, die dem von Buckminster Fuller entdeckten Prinzip der Tensegrity, also der Einheit von tension und integrity, von Spannung und  Ganzheit, nachgehen, bilden jeweils sich selbststabilisierende Konstruktionen: Ein solides Stabwerk, in dem sich die Stäbe nicht untereinander berühren, wird durch Zugelemente miteinander verbunden und ergibt im Ineinander von Spannung und Formung schwebende Gebilde.

Eva-Maria Schöns Collagen vereinen Materialien unterschiedlicher Provenienz, die dann fotografisch noch einmal eine ganz andere Wirkung entfalten. In einer die Erwartungen an die Fotografie unterlaufenden Unschärfe öffnen sich bildhafte Übergänge, die als Spiel mit Realem und Irrealem erscheinen. Zwischen inneren und äußeren Bildern manifestiert sich ein Dazwischen. Die Bildmotive oszillieren zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit und lassen bei den Betrachtern im Prozess der Wahrnehmung und der Deutung eine produktive Verunsicherung entstehen. Die Fotogramme hingegen sind direkte Bewegungsabläufe, in der Dunkelkammer entstanden.

Bernhard C. Striebel stellt mit seinen komplexen Interventionen Fragen über das Verhältnis von Bild und Raum. Immer geht es Bernhard C. Striebel um die Erforschung des konkreten Ausstellungsraums, um Vorstellungen und Vorurteile über Kunst, um ein Spiel mit dem Sehen, mit Sichtbarkeit und Sichtbarwerdung, wobei Schrift und Bild, Wort und Farbe oft in ein changierendes Verhältnis treten. In ihrem Verlauf entlang einer Fensterfront bildet Striebels Text-Bild-Reihe wie jede Ausstellung ein Spielfeld, auf dem ein offener Prozess zur Anschauung wird: Jedes Bild und jede Versammlung von Bildern ist eine Einladung zu schauen, zu sehen, Veränderung wahrzunehmen.  

Nanaé Suzukis Serie „Fassaden, lautlos" umfasst eine Reihe von fotografisch festgehaltenen Blicken auf vorgefundene Situationen, auf architektonische Fragmente und Sichtachsen. Zugleich, in wagemutigem Kontrast zu den stillen Szenen, setzt sie Fotos, die gefundene Texte auf Karteikarten zeigen, in denen für die Betrachter unhörbare Klänge bzw. unsichtbare Klangquellen beschrieben sind. Text und Bild, Klang und Blick eröffnen ein spannendes Gefüge von Wahrnehmung und Bezügen. 


Ellen Keusen (*1947 Düsseldorf); Studium an der Werkkunstschule Düsseldorf und an der Hochschule der Künste [HdK, jetzt UdK Berlin] ; 2002 Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium, Köln; 2007 Studienaufenthalt in Japan; 2013 Studienaufenthalt NES, Island; 2015 Künstlerhaus Ahrenshoop; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Köln. 
www.ellenkeusen.com 

Lutz Koebele-Lipp (*1952 Lörrach); Arbeit als Siebdrucker; 1969–1971 Kunstgewerbeschule Basel (Schweiz), Fachklasse für Gestalten (Malerei) bei Franz Fedier; 1974 Studium Industrial-Design, HdK Berlin bei Prof. Schliephacke und Prof. Hans (Nick) Roericht; 1981 Diplom Industrial Designer; Arbeit als freiberuflicher Designer in Berlin, Gruppe „Schön und Gut“; 1984/91 Lehraufträge an der HdK Berlin, FB 3 und FB 2; 1986 „MONOPOL Gruppe für Gestaltung“; 1992 Gastprofessur am FB 3, Design, HdK Berlin; 1995 „kubik. entwurf und gestaltung“; seit 1996 Lehraufträge an der KH Weißensee, Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design, Halle; 1999 „monopoldesignteam“ mit Martin Rissler; 2004–2006 Vertretungsprofessur, Uni Duisburg-Essen, FB 4, Industrialdesign; 2007 Büro „lutzkoebele“; seit 2013 Mitarbeit Innofabriek Reuver, NL; 2015–2018 Lehraufträge in Regensburg, Halle und Berlin; lebt und arbeitet in Berlin.
www.lutzkoebele.de und mohitotsu.lutzkoebele.de

Eva-Maria Schön (*1948 Dresden); Ausbildung als Fotografin bei Lore Bermbach in Düsseldorf; Studium an der Fachhochschule für Grafik in Düsseldorf; Studium an der Staatl. Kunstakademie in Düsseldorf bei Klaus Rinke; 1982 Villa-Romana-Stipendium, Florenz, Italien; 1983/84 Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium, 1986/87 Künstlerhaus Bethanien, Berlin; 1998 Art/OMI Residency New York, USA; 1997 Stipendium der Djerassi-Artist-Foundation, USA; 1999 International Artists in Residence, Guernsey, GB; 2003 Artist in Residence, Shenzhen Fine Art Institute, China; Lehrtätigkeit: 1989/90 und 1996 Gastprofessur HdK, Berlin; 1999 Art College, Guernsey, GB; 2000/2002 Justus Liebig Universität, Gießen; 2002 FKN Nürtingen; 2002 und 2004/5 GHK, Kassel; Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Internationalen Künstlergremium; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Berlin.
www.evamariaschoen.de

Bernhard C. Striebel (*1953 Laichingen); Studium an der Akademie Stuttgart und der HfbK Hamburg; Masterstudium am Institut für Kunst im Kontext der HdK [jetzt UdK], Berlin; 1984 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg; 1985–86 Graduiertenstipendium des DAAD für Italien; 1988 Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium; 1990 Arbeitsstipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin; 1991 Atelierstipendium Künstlerhaus Bethanien, Berlin; 1994 Deutsches Studienzentrum, Venedig; 2004 Projektförderung der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin; 2009 Katalogförderung der Stiftung Kunstfonds, Bonn; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet seit 1983 in Berlin.
www.bernhardstriebel.de

Nanaé Suzuki (*1947 Kanazawa, Japan); 1969–1971 Studium an der Universität der Künste, Tokyo; 1977 Umzug nach Europa; 1995 Arbeitsstipendium des Senats von Berlin; 1997–2000 Studioförderung des Senats von Berlin;  2009 Artist in Residence in Edenkoben; Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet seit 1981 in Berlin.
www.nanaesuzuki.com


GEHAG-Forum

Die Förderung von Kunst und Künstlern hat bei der Deutsche Wohnen eine lange Tradition. Die Wurzeln liegen bereits in den 1920-er Jahren: Damals war Bruno Taut Hausarchitekt der Berliner GEHAG. Als erfolgreicher Architekt entwarf er Mietwohnhäuser, kam jedoch ursprünglich von der Malerei und war Mitglied der Künstlervereinigung „Gläserne Kette“. Zu Ehren Tauts befasste sich die erste Ausstellung des 1988 gegründeten GEHAG-Forums mit einem von ihm entworfenen und farblich gestalteten Wohnhaus in Dahlewitz. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentiert. Mit thematischer Vielfalt und der Integration von Arbeiten fernab des Mainstream ist das GEHAG Forum in den letzten Jahrzehnten zu einem anerkannten Ort zeitgenössischer Kunst geworden.


Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasste zum 31. März 2018 insgesamt ca. 163.200 Einheiten, davon ca. 160.700 Wohneinheiten und ca. 2.500 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.